Das Rathaus rüstet auf

Die Verwaltungsumlage für das Rathaus (Bild) und seine Kosten, die von den drei Mitgliedskommunen Nabburg, Altendorf und Guteneck aufzubringen ist, erhöhte sich innerhalb von zehn Haushaltsjahren um rund 50 Prozent. Betrug sie 2006 noch 130,53 Euro pro Einwohner, so macht sie heuer 196,06 Euro aus. Bild: Amann
Lokales
Nabburg
13.04.2015
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Das Rathaus braucht eine modernere EDV-Ausstattung. Dafür muss die Verwaltungsgemeinschaft in diesem Jahr knapp 50 000 Euro investieren. Das geht aus dem Haushalt hervor, den die Gemeinschaftsversammlung beschloss.

Der Haushalt der VG Nabburg, der neben der Stadt Nabburg die beiden Gemeinden Altendorf und Guteneck angehören, erhöht sich heuer um rund 2,5 Prozent. Das Gesamtvolumen liegt nun bei 1,88 Millionen Euro, nachdem es 2014 noch 1,83 Millionen betragen hatte. "Die VG ist schuldenfrei", berichtete der Gemeinschaftsvorsitzende Armin Schärtl.

Dem Vorbericht des Kämmerers Fritz Lobinger war zu entnehmen, dass anfallende Mehraufwendungen im Verwaltungshaushalt voll über eine höhere Umlage abgedeckt werden müssen. Die Personalkosten der Bediensteten, die rund 81 Prozent des Etats beanspruchen, erhöhen sich um 28 500 Euro. Bei den Beamtenbezügen ergeben sich Mehrausgaben von 6600 Euro, die größtenteils durch die Anhebung einer Teil- auf eine Vollzeitstelle entstehen. Die Vergütungen der Arbeitnehmer steigen um 29 800 Euro.

Fischer: Zu teuer

"Die Einwohner werden zwar weniger, aber die Verwaltung wird teuerer", kritisierte der Nabburger Altbürgermeister Josef Fischer, dass die Verwaltungsumlage weiter ansteigt. Sie liegt nun bei 1,53 Millionen Euro (2014: 1,48 Millionen), was 196,06 Euro (191,57 Euro) je Einwohner entspricht. Der Anteil, den die Stadt Nabburg aufbringen muss, sei seit 2008 um über 400 000 Euro angestiegen, was rund 43 Prozent gleich kommt. Er stellte sich die Frage, "ob das nicht billiger zu haben gewesen wäre", und lehnte deshalb wie schon in den Vorjahren den VG-Haushalt ab.

"Wir brauchen eine funktionsfähige Verwaltung", hielt dagegen die Nabburger Dritte Bürgermeisterin Heidi Eckl die Kosten für gerechtfertigt. "Weniger werdende Einwohner rechtfertigen nicht weniger Mitarbeiter im Rathaus", sagte dazu Bürgermeister Armin Schärtl. Ebenso wie der Stellenplan, der vorher bereits im nichtöffentlichen Sitzungsteil beraten worden war, ging der Haushalt schließlich bei nur einer Gegenstimme durch.

Server und Programme neu

Im weiteren Verlauf der Sitzung vergab die Versammlung zwei Aufträge, die der Modernisierung der Hard- und Software im Rathaus dienen. Den Austausch der Serveranlage erledigt die Firma EDV-BV aus Nabburg für 39 914 Euro. Zu diesem Schritt sah man sich veranlasst, weil zur Datenverarbeitung eine höhere Leistung benötigt wird und die installierte, sechs Jahre alte Anlage keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr besitzt.

Ein weiterer Auftrag ging für zweimal 2500 Euro an die Anstalt für kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB). Sie verbessert verschiedene Dienstleistungsprogramme, zum Beispiel zur Archivierung, zur elektronischen Einwohnerakte und zu den elektronischen Beitragsbescheiden.
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