Daten-Autobahn ins Haus

Mit Amplus-Vorstand Christof Englmeier (links) unterschrieb Dritte Bürgermeisterin Heidi Eckl den Kooperationsvertrag für die Stadt. Mit im Bild ist der Sachbearbeiter im Rathaus, der Verwaltungsfachangestellte Thomas Prey, zu sehen. Bild: hfz
Lokales
Nabburg
01.09.2015
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In Nabburg ist der Startschuss für den weiteren Ausbau des schnelles Internets gefallen: Dritte Bürgermeisterin Heidi Eckl und der Vorstandsvorsitzende der Amplus AG, Christof Englmeier, unterzeichneten den Kooperationsvertrag zum Breitbandausbau. Nach der geplanten, zehnmonatigen Bauzeit erhalten 197 Adressen die Voraussetzungen für moderne Internet-Services.

Mit zirka 35,5 Kilometern Glasfaserkabel stellt der niederbayerische Internetanbieter aus Teisnach die schnelle Verbindung zum World Wide Web her. Beinahe jeder Haushalt außerhalb des Stadtkerns erhält gemäß dem Förderprogramm der Bayerischen Staatsregierung kostenlos einen Glasfaser-Hausanschluss und eine Bandbreite von mindestens 30 Megabit pro Sekunde. Das Besondere: Jede Adresse bekommt eine Glasfaserleitung bis ins Haus (FTTB: fibre to the building). Anstatt weiterhin auf die bald veraltete "letzte Meile Kupfer" zu setzen, investiert die Stadt das Fördergeld in eine nachhaltige Art des Breitbandausbaus.

"Die Stadt Nabburg liegt uns als Kooperationspartner besonders am Herzen. Gerade der Weitblick der Kommune hinsichtlich der Entscheidung für Glasfaser bis ins Haus sollte in ganz Bayern Schule machen", sagte Englmeier laut Pressemitteilung der Stadt über das technisch anspruchsvolle Ausbauprojekt.

Förderung deckt Lücke

Mit der Entscheidung für den regionalen Breitband-Carrier Amplus AG hatte der Stadtrat das Auswahlverfahren abgeschlossen. Die Wirtschaftlichkeitslücke für die erste Stufe des Breitbandausbaus der Stadt Nabburg beträgt 1 256 806 Euro. Laut Förderrichtlinie dürfen vor Freigabe der Regierung keinerlei Maßnahmen umgesetzt oder in die Wege geleitet werden - andernfalls müsste die Kommune mit förderschädlichen Konsequenzen rechnen. Gleiches gilt für den Start von Baumaßnahmen vor Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen Kommune und Carrier. So kann und darf Amplus zu Gunsten der Gemeindekasse erst jetzt mit der Ausschreibung der Tiefbauarbeiten beginnen.

Hybridausbau bevorzugt

Seit der Gründung im Jahr 2009 etablierte sich Amplus als eines der führenden Breitbandunternehmen Süddeutschlands. Als Tochter der CCNST-Group versorgt der zweitgrößte Breitband-Carrier Bayerns heute mehr als 100 Kommunen in zwölf Landkreisen Niederbayerns und der Oberpfalz mit VDSL von bis zu 200 000 Kbit/s. Die Fertigstellung des ersten Glasfaserprojekts nach neuer Förderrichtlinie in ganz Bayern gehört ebenso zur Unternehmensgeschichte wie die Spezialisierung auf VDSL, FTTH und FTTB im ländlichen Raum.

Einmalig unter den Internetanbietern ist das Ausbaukonzept. Statt ausschließlich Kabelverzweiger mit Glasfaser anzuschließen, setzt Amplus in vielen Fällen auf den Hybridausbau: Abgelegene Gemeindegebiete werden mit Glasfaser bis ins Haus erschlossen - und haben dadurch ebenso Zugang zum "Highspeed Internet".

Mehrere tausend Kunden profitieren bereits vom Breitbandnetz der Amplus AG mit Übertragungsraten von bis zu 100 000 Kbit/s - in den FTTH-Gebieten 200 000 Kbit/s. Noch mehr werden in den nächsten Jahren folgen, denn: "Schnelles Internet für Jeden" ist von Beginn an die Philosophie von Amplus und die Richtschnur der Geschäftstätigkeit. In Kooperation mit Kommunen erarbeiten dazu 60 Mitarbeiter der CCNST- Group individuelle Konzepte für den geplanten Breitbandausbau.
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