Drei Raten für neue Leitungen

Zahlreiche Besucher verfolgten die Zweckverbandssitzung im Rathaus. Dabei stand eine wegweisende Entscheidung auf der Tagesordnung: Es ging um die Höhe der Beiträge für die Leitungssanierung. Bild: Tietz
Lokales
Nabburg
21.08.2015
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Nun steht fest, wie viel die Bürger im Bereich des Wasserzweckverbandes der Brudersdorfer Gruppe für die Sanierung der Leitungen zahlen müssen. Mehrheitlich folgten die Verbandsräte dem Vorschlag des beauftragten Büros. Einen Vorbehalt gibt es allerdings.

Zahlreiche Besucher drängten sich im Sitzungssaal des Rathauses, als der Zweckverband zur Wasserversorgung der Brudersdorfer Gruppe am Donnerstagabend zu einer für die Bürger entscheidenden Sitzung zusammen kam. Auf rund 2,8 Millionen Euro belaufen sich die Investitionskosten im ersten Bauabschnitt für die Instandsetzung des maroden Leitungsnetzes im Zweckverbandsbereich. Diese Summe müssen die betroffenen Bürger komplett selbst bezahlen.

Mit der Berechnung der Kosten beauftragte der Zweckverband Rudolf Hurzlmeier aus Straubing. Er stellte zusammen mit Juristin Kerstin Hösl bei der Sitzung die Ergebnisse vor. Demnach belaufen sich die Verbesserungsbeiträge für die Anlieger auf 1,71 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche und 9,33 Euro pro Quadratmeter Geschossfläche. Diese Summe könnte sich aber noch verändern, falls es wirklich Fördergelder vom Staat für diese Maßnahme geben sollte. Die Herstellungsbeiträge erhöhen sich von 0,66 auf 0,74 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche und von 3,33 auf 4,05 Euro pro Quadratmeter Geschossfläche. Letztgenannte Kosten wären aber nur bei Neubauten beziehungsweise der Vergrößerung der Geschossfläche bestehender Häuser - beispielsweise durch einen Dachgeschossausbau - zu tragen.

Laut Zweckverbands-Geschäftsführer Hans Werner wird die gesamte Summe in drei Raten fällig. Die erste Zahlung ist bereits im September zu leisten, die zweite im kommenden Jahr und die Schlussabrechnung im Jahr 2017. Wie Werner ausführte, belaufe sich die Belastung für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit etwa 1000 Quadratmeter Grund auf etwa 6000 Euro.

"Natürlich", räumte er ein, "haben wir Ausreißer nach oben, die ganz andere Summen zahlen müssen". Allerdings gebe es auch Fälle, in denen die Grundstückseigentümer weniger als die genannten 6000 Euro zahlen müssten. Der zweite Bauabschnitt der gesamten Maßnahme soll dann über den Wasserpreis und nicht mehr über Beiträge finanziert werden. Apropos Wasserpreis: Hier stieg das Defizit in den vergangenen Jahren jeweils an. Insgesamt belief sich die Unterdeckung auf rund 49 000 Euro. Deshalb beschloss der Zweckverband mit 6:2 Stimmen, den Wasserpreis von 1,30 Euro pro Kubikmeter auf 1,85 Euro zu erhöhen. Die beiden Gegenstimmen kamen von den Schmidgadener Verbandsräten Florian Burth und Christian Pröls. Sie stimmten auch gegen die Beitragserhebungen.
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