Ein Faible für die Blasmusik

Bei den Neuwahlen wurde Kreisvorsitzender Joseph Ferstl (Dritter von links) im Amt bestätigt. Der Führung gehören ferner an: stellvertretender Kreisvorsitzender Georg Schmid (Dritter von rechts), Kreisdirigent Anton Lottner (links), Schatzmeister Sebastian Lindner (rechts) und die neue Schriftführerin Conny Gaschler (Zweite von rechts). Mit im Bild ist der stellvertretende Bezirksvorsitzende Peter Gaschler (Zweiter von links). Bild: bph
Lokales
Nabburg
30.03.2015
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Blasmusik hat auf Kreisebene einen hohen Stellenwert. Im "klingenden Landkreis Schwandorf" mit seinen 35 Kapellen und Spielmannszügen gibt der Nabburger Joseph Ferstl im Musikbund schon seit über 20 Jahren den Ton an. Das soll auch die nächsten drei Jahren so bleiben.

An der erfolgreichen Arbeit im Kreisverband des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB) dürften nach der Jahreshauptversammlung im Restaurant Sauerer keine Zweifel bestehen. Mit welchem Elan und Engagement der Vorsitzende Joseph Ferstl sein Ehrenamt ausfüllt, lässt sich aus der Tatsache ableiten, dass im Berichtszeitraum über 2936 Kilometer gefahren wurden. 63 Veranstaltungen waren zu besuchen. Stellvertreter Georg Schmid sowie Kreisdirigent Anton Lottner vertraten ihn hierbei mehrfach.

Jugend zu begeistern

"Wir sind immer präsent und aktuell", leitete der Sprecher über zum Internetauftritt auf www.nbmb-online.de. Dort können Kapellen und Spielmannszüge ihre Vereinsdaten (Profile, Funktionäre, Termine und Meldungen) auf der Homepage eigenständig ergänzen und aktualisieren. Nicht ohne Stolz verwies Ferstl auf die Zahl von 1 888 aktiven Musikern im Großlandkreis, die dem NBMB angehören. Davon sind 825 unter 18 Jahre. Dies bedeute 43,7 Prozent.

Dass die Jugendlichen durchaus "Bock auf Musik" haben, verdeutlicht auch das Durchschnittsalter von 24,3 Jahren. Schwandorf stellt von den sieben Kreisverbänden im Bezirk Oberpfalz knapp 23 Prozent der Musiker und über 22 Prozent der Mitgliedsvereine. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Zahlen leicht rückläufig, wobei da auch das Meldeverhalten der Vereine mit ausschlaggebend sein kann.

Garant für die Qualität der präsentierten Bläsermusik sind Lehrgänge, Fortbildungen, Prüfungen und Wertungsspiele. "Der Fleiß der Musiker ist dazu Voraussetzung", so Ferstl. Im vergangen Jahr gab es einen D1-Bronze Vorbereitungskurs in Nabburg mit 66 Teilnehmern, und die folgende Leistungsprüfungen absolvierten 81 Jugendliche aus dem Landkreis. Ihre Fähigkeiten unter Beweis stellten 37 Teilnehmer bei D2-Silber und drei Personen bei der D3-Gold-Prüfung. Ergänzend nannte er unter "sonstigen Prüfungen" noch die Teilnehmer an der Dirigentenphase I und II, Dirigentenphase IV und Bläserklassenleiter-Ausbildung des Dachverbandes.

Zwei große Ereignisse

Kreisdirigent Anton Lottner nahm zu den Workshops Stellung. Da waren das Musikwochenende "Alte Freind treffen & neie Muse macha" in Ensdorf im Februar mit 52 Teilnehmern aus 17 Vereinen auf Bezirksebene. Die zwei Projekte "Jungbläser-Coaching" waren auf fünf Probentage ausgelegt. Aus vier Vereinen wurden 95 Teilnehmer fortgebildet. Gut angenommen war auch der Workshop "Böhmisch-Mährisch" im Oktober mit 27 Instrumentalisten aus 18 Kapellen in Nabburg.

Das Blasmusikjahr 2014 wartete mit zwei Höhepunkten auf: Kreismusikfest im Juli in Schwarzenfeld mit 16 Teilnehmerkapellen und rund 500 Aktiven sowie das Kreiskonzert im Oktober mit fünf Besetzungen und 140 Musikern. Aufgespielt haben Pfreimd, Schwarzenfeld, Oberviechtach, Weiding und Blech. Erwähnung fanden auch das Abschlusskonzert Jungbläser-Coaching (Mai) in Nabburg, das Bläserklassentreffen (Juli) in Schwarzenfeld und die Jubiläen Ende August 40 Jahre Musikverein Seebarn und 130 Jahre Blaskapelle Weiding.
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