Ein freudiger Tag für Neusath

An der Kapelle in Neusath trafen sich viele Gläubige, um einen dreifachen Anlass miteinander zu begehen. Bilder: aub (2)
Lokales
Nabburg
20.05.2015
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Dreifachen Anlass bot eine Feier an der Kapelle in Neusath: Maiandacht, Segnung einer neuen Marienfigur und Eröffnung des Haller-Jahres. Dem Komponisten werden auch Konzerte gewidmet.

Michael Haller, der "große Sohn" Neusaths, wurde gleich zu Beginn gewürdigt. Angesichts der vielen Zuhörer sah Bürgermeister Armin Schärtl speziell Hallers Marienlieder fest in der Bevölkerung verankert. Er lud auch zu dem von Stadt und Pfarrei geplanten Konzertprogramm ein.

Dass aktuell die Werke des Musikus in aller Munde seien, bestätigte auch Chorleiter Jonathan Brell, der mit einem Vortrag über den "Palestrina des 19. Jahrhunderts" jüngst bei einer Fachtagung auf große Resonanz stieß. Sein Fazit: Michael Haller wuchs über seinen Geburtsort Neusath hinaus tief in die klerikale - zuletzt als Kanonikus der Alten Kapelle Regensburg - aber auch in die geistlich-(chor)musische Welt hinein, übertraf kompositorisch alle Kollegen meisterlich und prägte den idealen Stil des Cäcilianismus. Dies spiegle sich heuer in Nabburg in drei Konzerten auf Spitzenniveau gut wider.

Natürlich setzten Haller-Klänge auch zur Maiandacht Akzente, teils in den Neu-Arrangements für die Jugendblaskapelle, teils durch die Lieder des Kirchenchores, ganz gemäß deren ursprünglichem Sinn: die Verehrung Mariens. "Die Gottesmutter", so Pfarrer Hannes Lorenz in seiner Predigt, "lädt uns stets zum Gebet ein, der Bitte um gutes Gelingen - vor Schul- oder Arbeitsbeginn, Anfangs wichtiger Entscheidungsphasen oder der Umsetzung eines geplanten Projektes". Künftig werde dies in Neusath mit Blick auf die neue Marienfigur leichter fallen, der der Geistliche anschließend den Segen erteilte.

Unter den geübten Händen des Pittersbergers Hubert Prickel entstanden und finanziert durch einen Nachlass der verstorbenen Resi Maier, mit Beiträgen örtlicher Vereine sowie eines Zuschusses der Stadt Nabburg, erfüllte sich damit ein langgehegter Wunsch, wie es Albert Zitzmann in seinen Dankesworten formulierte. Im Namen der Neusather sprach er hinsichtlich der raschen Umsetzung besonders dem Stadtpfarrer und großen Marienverehrer Lob für dessen Engagement aus.

Noch dazu habe anknüpfend ans Haller-Gedenken dessen Großneffe Erwin Haller aus Cham mit seiner Enkelin das Fest zum Anlass genommen, dem Geburtsort seines Ahnen einen Besuch abzustatten. Mit einem Imbiss im Feuerwehrhaus klang der Abend aus.
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