Eine gute Hälfte reicht HSG nicht

Elf Mal war Ramona Simbeck (rechts/Szene aus dem Spiel gegen Helmbrechts) beim Spiel in Nürnberg für die HDSG erfolgreich. Dennoch verlor die Handballgemeinschaft dieses wichtige Auswärtsspiel. Bild: bwr
Lokales
Nabburg
09.02.2015
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Als sie drauf und dran waren, in Führung zu gehen, kam der Rückschlag. Die Handballerinnen der HSG Nabburg-Schwarzenfeld kassierten in Nürnberg eine überraschende Niederlage.

Mit einer vermeidbaren Niederlage kehrten die Handballdamen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld am Samstag vom SV Post Nürnberg heim. Sie verloren ihr Landesligaspiel mit 30:33. Das HSG-Team musste arg dezimiert in Nürnberg antreten. Kurzfristig sprang Petra Noss aus der zweiten Damenmannschaft ein.

Die HSG-Damen hatten an diesem Tag in der Abwehr immense Probleme. "Es war keine Absprache vorhanden. Nürnberg zeigte nichts Überraschendes - jedoch reichte dies für sie in der ersten Halbzeit vollkommen aus", kritisierte Gästetrainer Wolfgang Völkl. Die Gäste agierten in der ersten Halbzeit viel zu ängstlich. Auch im Angriff fehlten die spielerischen Mittel. Wie vorher schon in anderen Partien, verloren die Oberpfälzerinnen wenige Minuten vor der Halbzeitpause komplett die Konzentration. So zogen die Gastgeberinnen bis zur Pause auf 18:11 davon.

Trainer Völkl war völlig unzufrieden: "Das war nicht das, was wir uns vorgestellt haben. Wir haben es den Nürnbergern zu einfach gemacht." Er stellte nun die Abwehr um. Ein offenes System sollte die Wende bringen. Eine doppelte Manndeckung gegen die besten Rückraumspielerinnen des Gastgebers zeigte im Angriff Wirkung. Nürnberg hatte nun immense Probleme, wogegen die HSG nun wesentlich besser in die Partie fand. Die Aufholjagd begann: Beim Spielstand von 25:28 war der Anschluss geschafft. Zehn Minuten vor Spielende setzten die Franken keine Akzente mehr - die Gäste hatten nur noch zwei Tore Rückstand.

Doch dann mussten die Damen von Wolfgang Völkl die letzten vier Spielminuten in Unterzahl verbringen, da Ramona Simbeck und Nathalie Fleischmann nach drei Zeitstrafen das Spielfeld verlassen mussten. Es fehlten nun die Rückraumschützen, so dass am Ende eine ärgerliche 30:33-Niederlage stand.

"Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren, weil wir zu ängstlich waren. Wir haben da den Gegner stark gemacht. Die Mädels hätten selbstbewusster auftreten können", erklärte Völkl. "Mit der zweiten Halbzeit bin ich absolut zufrieden. Vor allem das ungewohnte Abwehrsystem hat mein Team sehr gut umgesetzt. Wir müssen nun die nächsten Wochen hart trainieren, sonst sind wir schnell wieder im Abstiegskampf."

HSG-Tore: Simbeck (11/2), Fleischmann (9/2), Fröhlich (4/2), Luley (3), Fiala (2), Desing Theresa (1)
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