Eine langwierige Angelegenheit

Blick auf die Baustelle in der Spitalkirche: Der Innenraum ist noch voll mit Gerüsten. Erst wenn die Decke erledigt ist, kann an weiteren Details wie zum Beispiel an den Bodenbelägen gearbeitet werden. Bilder: Amann (2)
Lokales
Nabburg
18.04.2015
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Die Fertigstellung der einstigen Spitalkirche und der benachbarten Wohnungen verzögert sich weiter. Ab nächster Woche kann auf der Baustelle zumindest wieder gearbeitet werden kann. Ein neuer Einweihungstermin ist allerdings noch nicht in Sicht.

Nach einer Anfrage der CSU-Fraktion hatte amtierender Bürgermeister Kurt Koppmann Kontakt mit dem Architekten Johann Ernst aufgenommen. Er berichtete ihm, dass die im Gebäude Am Obertor 4 entstehenden zwei Wohnungen praktisch fertig sind, aber noch nicht vermietet werden können, weil das Brandschutzkonzept noch nicht zu erfüllen ist.

In der Stadtratssitzung verlas Koppmann ein Schreiben des Planers, wonach es die Bausubstanz der Marienkirche nicht in allen Teilen ermögliche, die Anforderungen an den Brandschutz zu berücksichtigen. Weil Nachrüstungen auch aus Wirtschaftlichkeitsgründen nicht möglich seien, habe man Kompensationsmaßnahmen ergriffen. Für das gesamte Objekt - ehemalige Kirche und Wohnräume - werde es eine gemeinsame Brandmeldeanlage mit Aufschaltung bei der Feuerwehr geben. Erst wenn sie ab- und in Betrieb genommen ist, gelten die Wohnungen als bezugsfertig. Dazu müssten aber auch die Arbeiten an der Spitalkirche abgeschlossen sein. Die Gründe für die Zeitverzögerungen seien bekannt, sie habe weder die Stadt noch das Architekturbüro zu vertreten. Dass die Freigabe der Wohnungen mit dem Brandschutz zu tun hat, höre man heute zum ersten Mal, reagierten die Stadträte Dr. Josef Pürner (CSU) und Josef Fischer (ABU).

Auf Anfrage der NT-Redaktion erklärte Zweiter Bürgermeister Kurt Koppmann, dass die Verzögerungen bei der Sanierung der früheren Kirche durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege ausgelöst worden seien. Über die Ausführung der abgehängten Decke und der darin zu integrierenden Sicherheitseinrichtungen habe es lange Zeit keine Einigung mit der Behörde gegeben. Eine noch fehlende Außentreppe sei das geringste Problem; sie könne innerhalb von 14 Tagen stehen.

Das Projekt war schon mehrfach ins Stocken geraten. Der Fertigstellungstermin wurde dann im Oktober 2014 erwartet, schließlich auf Mai 2015 verschoben. Er ist erneut keinesfalls zu halten. Einen neuen Termin nannte der Architekt nicht, hieß es in dieser Woche in der Stadtratssitzung. (Hintergrund)
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