Einwohner am Redner-Mikrofon

Lokales
Nabburg
27.11.2014
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Von der Wasserschutzzone bis zum Unteren Markt reichten die Themen, die in der Bürgerversammlung aus den Reihen der Besucher zur Sprache kamen. "Die Stadtentwicklung befindet sich auf einem guten Weg", lautete die zentrale Aussage des Bürgermeisters.

Fünf Redner und damit schon fast ungewöhnlich viele nutzten die Gelegenheit, das Mikrofon in die Hand zu nehmen und ihre Anliegen los zu werden. Es ging dabei um die Frage, was aus dem bisherigen Wasserschutzgebiet wird, wenn die neue Trinkwasserversorgung kommt. "Es wird aufgelassen", sagte dazu Bürgermeister Schärtl. Der Sorge, dass die Venedig beim nächsten Hochwasser wieder "absäuft", begegnete er mit der Feststellung, dass dann ein neues Schutzkonzept greift. Warum manche Bewerber kein Holz aus dem Stadtwald bekommen, wollte der gleiche Fragesteller wissen. Weil der Bedarf höher ist als die verfügbare Menge, bekam er zur Antwort. Zusätzlich klagte er darüber, dass die Sauberkeit des Namsenbachs zu wünschen übrig lasse.

Viereckige Türen und gotische Fenster: Das passt bei der Marienkirche nicht zusammen, gab ein weiterer Diskussionsteilnehmer zu verstehen. Der Bürgermeister erklärte, dass diese architektonische Lösung aus den Anforderungen an einen notwendigen Windfang resultiere. Kritik kam am Parkplatz-Mangel beim Waldfriedhof, vor allem bei größeren Beerdigungen und an Allerheiligen. "Das wäre mal ein Thema für den Stadtrat", reagierte Schärtl.

Wie geht es denn mit der Umgestaltung am Unteren Markt weiter? "Wir sind noch nicht weitergekommen", ließ Armin Schärtl einem anderen Redner wissen, dass vorerst alles beim Alten bleibe. Denn die zukünftige Freiflächengestaltung hänge mit einem Stellplatzkonzept zusammen, das es noch nicht in umsetzbarer Form gibt. Schließlich monierte eine Anwohnerin, dass am Galgenberg abgefahrene Bordsteinkanten reparaturbedürftig wären.

Es geht um viel Geld

Vor dem Frage-Antwort-Spiel hatte Bürgermeister Armin Schärtl ausführlich Bilanz aus der aktuellen Stadtpolitik gezogen (wir berichteten). Dabei verdeutlichte er: Das städtische Haushaltsvolumen erreichte eine Rekordhöhe. Die Pflichtaufgaben werden erledigt, womit er in erster Linie den Anschluss der Ortsteile an das Kanalnetz und den zukunftssicheren Umbau der Wasserversorgung meinte. Die Altstadtsanierung schreite weiter voran, neue Baugebiete befänden sich in Planung, und die Rahmenplantrasse zur Beseitigung des schienengleichen Bahnübergangs werde kommen, "auch wenn das auf den ersten Blick nicht so scheinen mag".

Schärtl ging auch auf die Situation im Zweckverband Brudersdorfer Gruppe ein. Heuer gab es schon 16 Wasserrohrbrüche, was verdeutliche, wie dringend sanierungsbedürftig das marode Leitungsnetz ist. Zur Finanzierung müssten Verbesserungsbeiträge erhoben werden, wobei "es um viel Geld für wenig Leute geht, die das zahlen müssen". Kosten von etwa 2,7 Millionen Euro seien auf 330 Anschließer, darunter 105 aus dem Bereich der Stadt Nabburg, zu verteilen. Es stehe keine Förderung in Aussicht. Über eine Härtefallregelung werde nachgedacht. Die Aktion beginne 2015 und sei auf 20 Jahre ausgelegt. (Seite 25)
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