Engagement aus Dankbarkeit

Zum 50. Mal hatte das Energieversorgungsunternehmen Tyczka Pakete packen lassen, um sie den Bewohnern der "Arche Noah" in Nabburg überreichen zu können. Bilder: jua (2)
Lokales
Nabburg
11.12.2015
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Bereits zum 50. Mal lud die Firma Tyczka die Bewohner des BRK-Seniorenheimes "Arche Noah" zu einer Adventsfeier ein. Doch zwei wichtige Personen fehlten allerdings an diesem festlichen Jubiläumstag.

Die Geschwister Winterer stimmten mit ihrem Gesang auf den Adventsnachmittag im geschmackvoll weihnachtlich dekorierten Aufenthaltsraum ein. Der einstige Mitarbeiter und Betriebsrat Georg Baumer begleitet seit 1974 Dr. Hans-Wolfgang Tyczka zu den Feierlichkeiten. Er übernahm heuer das Grußwort.

Evangelische Pfarrerin Irene Friedrich sprach an diesem Tag auch für die katholische Geistlichkeit, welche wegen anderweitigen Terminen verhindert war. "Gerade in dieser düsteren Jahreszeit strahlen die Lichter besonders hell", wusste sie zu berichten. "Es sind die Lichter, welche einstimmen in die Adventszeit und nach Sehnsüchten im Herzen der Seele und nach Zuwendung verlangen!" Bürgermeister Armin Schärtl bezeichnete dieses Jubiläum und das soziale Engagement von Dr. Hans-Wolfgang Tyczka als einmalige Sache. "Es ist kaum vorstellbar", sagte er, "dass diese alljährliche Adventsfeier ein halbes Jahrhundert standgehalten hat". Stellvertretender Landrat Jakob Scharf lobte die Gesellschaft, die im Gemeinwesen oder regional ihre Hilfe anbietet.

Pflege sozialer Werte

BRK-Direktor Alfred Braun musste an diesem Tag seine in Stichpunkten vorbereitete Ansprache etwas ändern, denn Dr. Hans-Wolfgang Tyczka konnte aus gesundheitlichen Gründen an diesem Jubiläum nicht teilnehmen. Alfred Braun erhielt die Nachricht erst kurz vor dem Festbeginn und bedauerte es sehr, dass das Ehepaar Tyczka nicht vor Ort sein konnte. Mit Stolz berichtete der Hausherr in seiner Rede dagegen über diese BRK-Einrichtung, welche sich zu einem Vorzeigehaus innerhalb des Landkreises Schwandorf entwickelt hat. Er bedankte sich für das Engagement und die Verbundenheit zu diesem Heim und sprach dabei vor allem die qualifizierten Mitarbeiter an. Ein Dankeschön richtete er auch an die Gönner, Sponsoren und Freunde, zu denen ganz besonders die Firma Tyczka zählt. "Soziale Werte, so wie wir sie von Dr. Hans-Wolfgang Tyczka erfahren durften", bedauerte Braun, "verkümmern in der heutigen Zeit leider mehr und mehr".

"Weihnachten", so übermittelte der Tyczka-Firmenchef, "kann für ihn erst dann anfangen, wenn er im Altenheim Nabburg mit den Senioren die Adventsfeier begangen hat". Er ließ es sich dieses Jahr trotz seiner Krankheit nicht nehmen, seine Gedanken aufzuschreiben und von Georg Baumer vorlesen zu lassen: "Ich bin heute nur in Gedanken bei Ihnen, aber sie dürfen versichert sein, sehr intensiv", hieß es da. 1965 war es zum ersten Mal, dass er mit seinen Mitarbeitern eine stimmungsvolle Adventsfeier im Altenwohnheim Nabburg, das damals noch durch die Mallersdorfer Ordensschwestern geführt wurde, ausrichtete. Tyczka erinnerte sich: "Es waren damals bescheidene Verhältnisse dieses Wohnheimes, aber auch unserer Firma. Diese Verbundenheit entstand von unserer Seite aus als Dankbarkeit an die Region Oberpfalz, dass wir als Vertriebene 1945 in Schwarzenfeld mit unseren Mitarbeitern ansiedeln durften. Der damalige Bürgermeister Norbert Gindele hat uns warm empfangen. Wir konnten unser Unternehmen unter sehr bescheidenen Verhältnissen aufbauen. Dadurch entstand eine enge Beziehung zu den Menschen in dieser Region, die bis heute anhält". Das Ehepaar Tyczka wünschte durch seinen Vertreter eine gnadenvolle Weihnacht und bedankte sich bei den Mitarbeitern für die einfühlsamen Bemühungen um die Bewohner des Heimes.

Nach dem gemeinsam gesungenen Lied "Süßer die Glocken nie klingen" wurden die Geschenke ausgeteilt, und es gab für die Senioren Kaffee, Plätzchen und Christstollen.
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