Ersehnter Lückenschluss

Lokales
Nabburg
11.09.2015
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Rossmann eröffnet 2016 eine Filiale in Nabburg. Die Drogeriemarktkette siedelt sich neben der Norma an. Der symbolische Spatenstich erfolgte bereits am Tag der Abgabe des Bauantrags.

Der Spatenstich steht gewöhnlich für den Beginn der Bauarbeiten. In diesem Fall sollte er in deren Vorfeld dazu dienen, kursierenden Gerüchten den Boden zu entziehen. Bürgermeister und Fraktionssprecher trafen sich dazu am Donnerstag mit Investor Reinhold Sennebogen von der Firma "RS Grundbesitz" aus Pentling bei Regensburg und Jürgen Kößl, dem für Expansion zuständigen Rossmann-Außendienst-Mitarbeiter.

Sennebogen reichte zunächst im Rathaus den Bauantrag für den Umbau der beiden Märkte im Angerweiher-Gebiet ein. Die Norma wächst von etwa 700 Quadratmeter Verkaufsfläche auf 900, Rossmann bekommt 700, wo Kik bisher 500 hatte. Die Ausschreibung bereitet das Passauer Architekturbüro Gerstl vor. Nach dem Winter soll es los gehen auf der Baustelle, so dass Rossmann Mitte des Jahres 2016 einziehen kann; in der Norma geht der Verkauf parallel zur Vergrößerung weiter.

Rossmanns Mietvertrag beim Bauherrn Sennebogen, auf zehn Jahre angelegt, ist unter Dach und Fach. Darüber freute sich Bürgermeister Armin Schärtl zusammen mit seinen Stellvertretern ganz besonders. Seit Schließung des Schlecker-Ladens herrsche in Nabburg vor allem Bedarf an Drogerie-Artikeln. "Ich bin froh und glücklich, dass diese Eröffnung zustande kommt", betonte er bei einem Presse-Termin. Rossmann werde hier sicherlich die Umsätze machen, die man sich wünscht.

Die Baugenehmigung sei nur noch eine Formsache. Denn die erforderliche Änderung der Bauleitplanung ist inzwischen rechtskräftig. Probleme mit der Regierung der Oberpfalz (wir berichteten) sind, so Schärtl, ausgeräumt. Das Einzelhandels-Konzept werde in einer Passage angepasst, somit sei der Verbleib Nabburgs in der Städtebauförderung gesichert.

Jürgen Kößl schickte voraus: Rossmann komme gerne nach Nabburg, werde aber auch am Standort Wernberg-Köblitz bleiben. "Wir sind dort sehr zufrieden und denken gar nicht über eine Schließung nach", stellte er fest. Die Nabburger Filiale - eine von rund 1900 in Deutschland - werde jedoch ein ganz anderes Aussehen bekommen als die Wernberger. Denn hier wolle man bereits das neue Ladenkonzept verwirklichen. Im Sortiment wolle man sich auf Spiel- und Schreibwaren, Drogerie- und Haushaltsartikel konzentrieren. Geplant sei, für Nabburg zehn bis zwölf Mitarbeiter einzustellen.
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