Erweiterung an neuem Standort

Lokales
Nabburg
11.04.2015
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Viele fleißige Handwerker werden bald in Nabburg zu sehen sein. Der Bauausschuss billigte in seiner Sitzung eine Reihe von Vorhaben, darunter Veränderungen bei "Pucher Heiztechnik".

Der Firmenchef war schon lange auf der Suche nach einem neuen Standort, weil es an der Schulstraße zu eng geworden ist. Nun hat "Pucher Heiztechnik" das "Tedi-Gelände" gekauft, zieht an die Regensburger Straße um und erweitert. "Wieder eine aufstrebende Firma in Nabburg gehalten", freute sich Bürgermeister Armin Schärtl. Und konnte gleich ergänzen: "Wieder ein Leerstand belebt". Auf dem Grundstück der ehemaligen Gärtnerei Seitz am Brunnanger entsteht ein Einfamilienhaus in Holzbauweise. Die bestehende Unterkellerung bleibt.

In Girnitz baut ein Landwirt eine Bergehalle zum Lagern von Futter. Dazu sagten die Ausschussmitglieder genauso schnell Ja wie zum Umbau im Obergeschoss der Geschäftsstelle der Raiffeisenbank, zu einem Einfamilienhaus in Lissenthan, einem Wintergarten in Diendorf sowie zum Bau einer Doppelgarage und eines Wintergartens an der Regensburger Straße. Schützen darf ein Grundstückseigentümer seine Streuobstwiese in Perschen mit einem Zaun. Bebaubarkeit könne er so aber nicht schaffen, stellte das Gremium klar.

Prüf- und Lagerhalle

Der Neubau einer Prüf- und Lagerhalle auf dem Anwesen Austraße 20 kollidiert nicht mit einem möglichen Bebauungsplan zur Umgehungsstraße Südstadt. Dies versicherte der Bürgermeister und das Gremium gab grünes Licht. Kopfzerbrechen bereitete eine Bauvoranfrage für ein neues Einfamilienhaus in Neusath. Im Umgriff des Freilandmuseums besteht nach den Worten von Johannes Schießl vom Bauamt ein Bauverbot. Das sei im Flächennutzungsplan festgelegt. Ein Stadel gegenüber genieße Bestandsschutz. Das Bauverbot sei wohl vom Bezirk vorgeschlagen worden, mutmaßte Schießl in der Sitzung. Weil das Haus nicht näher an das Museum heranrücke, als der Stadel stimmte der Ausschuss zu. "Allerdings", betonte der Bürgermeister mit Blick auf die als Zuhörer anwesenden Bauherrn, lasse sich daraus kein Rechtsanspruch auf eine Genehmigung ableiten.

Drauf und dran das gemeindliche Einvernehmen zu versagen, waren die Ausschussmitglieder beim Antrag zum Bau eines Schweinemaststalles in Obersteinbach. Dieser wird in der Größe von 52 mal 27 Meter an einen Ferkelaufzuchtstall angebaut. 960 Mastplätze für Schweine entstehen auf diese Weise. Der Abstand zum nächsten Wohngebäude beträgt laut Schießl 160 Meter.

Geruchsbelästigung

Befürchtet werden Geruchsbelästigungen. Ein Gutachten dazu fehlte in den Unterlagen. Der Landwirt, dem als Zuhörer Rederecht erteilt wurde, versicherte, dass das Gutachten in Auftrag gegeben wurde und in Arbeit sei. Es stehe fest, dass er nachbessern müsse und auch werde. Jetzt sprach sich der Ausschuss dafür aus. An das Landratsamt weitergeleitet wurden Schärtl zufolge ein Tekturplan für die Firmengebäude des "Absolute Vegan Empire", der Wiederaufbau eines Austragshauses im Freilandmuseum, das Auffüllen eines Geländes in Neusath, da dem Erdreich Unbedenklichkeit bescheinigt wurde sowie der Bau von fünf Garagen im Desinggarten.
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