Es wird weniger zugeschlagen

Die Botschaft des Nabburger Polizeichefs Günther Vierl (Zweiter von rechts) an die Bürgermeister Georg Köppl (links), Armin Schärtl (Zweiter von links) und Johann Wilhelm (rechts) ist klar: Die Bürger können sich sicher fühlen. Mit im Bild Vierls Stellvertreter Rainer Wiedenbauer. Bild: Held
Lokales
Nabburg
03.07.2015
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Die drei Bürgermeister Armin Schärtl, Georg Köppl und Johann Wilhelm können sich getrost zurücklehnen, was die Straftaten in ihren Gemeinden anbelangt. Die nicht ganz ernst gemeinte "Sorge", dass es der Polizei irgendwann an Arbeit mangelt, trifft dennoch nicht zu.

Die Zahl der Vorkommnisse ist in den drei Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Nabburg 2014 ein weiteres Mal gesunken. "Eine Tendenz, die seit sechs oder sieben Jahre anhält", sagte der PI-Leiter Günther Vierl am Donnerstag beim Sicherheitsgespräch im Nabburger Rathaus. Auffallend für den erfahrenen Polizeibeamten: "Es gab keinen einzigen Wohnungseinbruch." Erklärungen hierfür gebe es nicht. Er bot trotzdem Aufklärungsveranstaltungen zum Einbruchschutz an, um Bürgern die Angst zu nehmen und auch um zu sensibilisieren.

Schmuck und Bargeld

Erfahrungsgemäß würde eingebrochen, wenn keiner zu Hause sei, denn "in der Mehrzahl wollen die Einbrecher keinen Kontakt zu den Bewohnern". Abgesehen hätten sie es überwiegend auf Schmuck und Bargeld. Die Dauer einer solchen Tat schätzt Vierl auf maximal 15 Minuten. Die Aufklärungsquote in Nabburg passt Vierls Auffassung nach. 23 Prozent aller angezeigten Straftaten spielten sich in oder im Umfeld einer Diskothek ab. Körperverletzung und Diebstahl machten hier das Gros aus, wobei die Körperverletzungen weniger geworden sind.

Angestiegen ist die Straßenkriminalität von 56 auf 78 und der Diebstahl aus Kraftfahrzeugen von 9 auf 21. Das Fazit von Bürgermeister Armin Schärtl zu den sinkenden Fallzahlen fiel in doppelter Hinsicht positiv aus. "Das spricht für die Polizei, aber auch für die Bürger." "Besser geht's fast nicht mehr", hielt der Altendorfer Bürgermeister Georg Köppl dagegen. Mit vier Straftaten hatten es die Polizisten dort im vergangenen Jahr zu tun. Vierl zählte sie auf. Es gab zwei Beleidigungen durch aufdringliche Bettler, eine Störung der Totenruhe und den Einbruch ins Sportheim. "Dieser ist geklärt." Die Täter kommen nicht aus Altendorf, aber aus dem Landkreis.

Das gleiche Bild zeichnet sich in Guteneck ab. Hinter den vier Fällen stecken eine Untreue in einem Betrieb, ein E-Bay-Warenbetrug, ein Computerbetrug und eine gefährliche Körperverletzung. "Da ist in einer Familie ein Erbschaftsstreit eskaliert." Noch nicht in die Statistik aufgenommen, sei eine Rauferei auf dem Weihnachtsmarkt zwischen zwei auswärtigen Besuchern, so Vierl an Bürgermeister Johann Wilhelm gewandt. Der Vorgang wäre noch nicht abgeschlossen.

"Es läuft gut"

Der Polizeichef bezeichnete es als erfreulich, das bei soviel Veranstaltungen und Personen auf Schloss Guteneck kaum Probleme entstünden. "Es läuft gut." Gefordert sei die Polizei nur wegen des hohen Verkehrsaufkommens am Weihnachtsmarkt, besonders am dritten Adventswochenende. Reibungslos verliefen mittlerweile auch die Feste. Sicherheitsdienste seien gang und gäbe. Die Verkehrsstatistik im Altlandkreis Nabburg gibt auch Anlass zur Freude.

Ein Toter

Die Zahl der Unfälle blieb nahezu gleich, aber es kam nur ein Mensch ums Leben (2013 5), und 47 Personen wurden schwer verletzt (2013 52). "Die Autos werden ständig sicherer", erklärte Vierl. Mit 13 Unfällen unter Einfluss von Alkohol rangiert dieser als Ursache auf Platz 7. Am meisten "kracht" es beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren oder Einfahren in den fließenden Verkehr.
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