Fester Boden für Netzwerker

Gabriele Lindermair, Iris Nitz, Bürgermeister Armin Schärtl, Gisela Westiner und Doris Maier (von links) erläutern in einer Gesprächsrunde, was sie sich von dem Verein mit Schwerpunkt Stadtmarketing versprechen. Bild: Völkl
Lokales
Nabburg
16.04.2015
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"Hier wächst was." Den Slogan hat das Nabburger Netzwerk gut gewählt. Die Resonanz auf die verkaufsoffenen Sonntage und "Feierabende" der Geschäftsleute geben der Interessensgemeinschaft Mut zum nächsten Schritt.

Die 30 Händler, Handwerker, Dienstleister und Gastronomen wollen sich auf breiterer Basis aufstellen und gemeinsam die Stadtentwicklung voranbringen. Plattform dafür ist der Verein "Netzwerk Nabburg", der am Dienstag, 21. April, um 19.30 Uhr in der Gaststätte Sauerer aus der Taufe gehoben wird. Und dazu sind nicht nur die Geschäftsleute eingeladen: "Wir schaffen es nur, wenn wir alle Kräfte bündeln", so die Sprecherin der Initiative, Gisela Westiner. Banken, Vereine, Freiberufler, Dienstleister und Privatpersonen - jeder soll sich angesprochen fühlen. Die Stadt ist mit im Boot, auch bei einem Wechsel im Vorstand stets mit vertreten.

Pfiffiges Motto

"Umdenken - lokal denken" steht auf Nabburger Schaufenstern. Vor zwei Jahren gab ISEK, das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept, den Anstoß. Mangelnde Vernetzung der Geschäftswelt wurde hier konstatiert. Bürgermeister Armin Schärtl lud die Geschäftswelt ein, um dies zu ändern. Der runde Tisch ist geblieben. In zwei Jahren wurden zehn verkaufsoffene Sonntage und "Feierabende" organisiert. Das Motto war stets pfiffig, mal mit wärmenden Mützen, mal mit Blumenaktion oder Shuttlebus zu den diversen Anbietern verbunden. Die Kunden gingen gerne über den ausgerollten roten Teppich "und sie kommen auch aus umliegenden Orten", betont Iris Nitz.

Kaufkraft halten

Die Anbieter wollen es nicht bei den Verkaufsaktionen bewenden lassen, so Gisela Westiner. Etliche Mitglieder besuchten Stadtmarketing-Seminare der Günter-Ried-Stiftung. "Das passt mit unseren Ideen zusammen. Es ist sinnvoll, wenn wir uns hier andocken", meinen Gisela Westiner und Doris Maier. Man möchte nun die Kräfte in einem Verein bündeln. "Mehr Ansprechpartner, das heißt auch mehr Ideen", ergänzt Gabriele Lindermair".

Mit gezielten Marktingmaßnahmen möchte der neue Verein das Flair Nabburgs herausstellen, Kundenströme in die Stadt lenken, Service und Beratungsangebot optimieren. Es wird um Öffnungszeiten und Parkplatzsituation gehen, um Hilfe bei der Interessensvertretung gegenüber von Behörden, ebenso um Instrumente gegen den Beratungsklau. Die Stärken der Handwerker, Dienstleister und Freiberufler sollen transparenter werden, die Argumente für den lokalen Einkauf griffiger. Auf einem Internet-Portal werden sich die Mitglieder präsentieren können. Es gibt einen Nabburger Gutschein, der in allen angeschlossenen Geschäften eingelöst werden kann. Schwierigstes Unterfangen wird es wohl sein, gewisse Bedarfsbereiche wie Textil und Elektro nach Nabburg zu bringen. Das geht nur in Kooperation zwischen Anbietern von Leerständen, Interessenten und der Stadt als mögliches vermittelndes Instrument. "Nabburg muss für Interessenten attraktiver werden", sind sich die Netzwerker einig. "Das geht nur Hand in Hand". Die Vereinssatzung ist fertig. Nach der Gründungsversammlung wartet schon der nächste verkaufsoffene Sonntag am 26. April. Doppeldeutiges Motto: "Nabburg blüht auf".
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