Flotte Tänze um den Kirwa-Baum

Der Tanz um den Kirwa-Baum bildete den Höhepunkt im Sonntagsprogramm. Darauf hatten sich die 22 Kirwa-Paare nach intensiven Proben besonders gefreut. Bei hochsommerlicher Hitze und bodenständiger Musikbegleitung klappte alles wie am Schnürchen. Bild: jua
Lokales
Nabburg
16.06.2015
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"Wer hot Kirwa? Mir ham Kirwa!" Das riefen sich die 22 Diendorfer Kirwapaare, zwar schon leicht heiser aber doch beständig während des Tanzes um den Kirchweihbaum zu. Für das Musikstück "Mühlradl" hatten sie sich eine besonders schwierige Formation einfallen lassen.

Begleitet von Blasmusik und Akkordeon zogen die feschen Burschen und Mädel am Sonntagnachmittag zum Kirchweihbaum. Tanzlehrer Thomas Götz aus Kemnath, der seit Ostern jede Woche mit der Diendorfer Jugend geprobt hatte, setzte sich gut sichtbar für die Tänzer auf seinen Platz und verfolgte stolz das Eingelernte. "Die Übungsstunden ergaben kein Problem, denn die Paare waren alle so eifrig bei der Sache, so dass es richtig Spaß machte", strahlte er während der Aufführung. Nicht nur die Diendorfer bekamen von ihm Tanzstunden für ihre Dorfkirchweih, auch in Neudorf, dort ist er beim "Neidorfer Plattlclub", und in Kemnath bei Fuhrn vermittelt er sein Können. Übernommen hat er dieses Wissen von einem richtigen ausgebildeten Tanzlehrer, der aus gesundheitlichen Gründen seine Lehrstunden aufgeben musste und ihn zum Nachfolger ernannte.

Dass er bodenständiges Tanzen gut vermitteln kann, zeigte sich auf dem Festplatz. In der prallen Sonne, umgeben von vielen Zuschauern, absolvierten die Paare auf dem Podium um den Kirwa-Baum ihr Programm, welches aus Walzer, Zwiefachen oder Märschen bestand. "Das Mühlradl" - ein Volkstanz, bei dem der alte Handwerksberuf des Müllers symbolisch durch einzelne Figuren dargestellt wird - erforderte große Konzentration, da er nicht wie üblich zweireihig, sondern von den Diendorfer Kirwapaaren vierreihig einstudiert wurde. Diese Herausforderung hatten die jungen Leute gesucht und vollauf bestanden!

Trinksprüche und zwischendurch ein Schluck kühles Bier oder Radler ermöglichten eine kurze Pause zwischen den Auftritten. Besonders kräftigen Applaus ernteten die Schuhplattler, welche sich nicht von der Hitze beeindrucken ließen. Am Ende rief das Publikum begeistert nach einer Zugabe. Im Schweiße ihres Angesichts gaben sie die Tanzpärchen gerne noch - und zogen daraufhin mit großem Durst ins Bierzelt ein.
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