Fördermöglichkeiten für Stadtsanierungsvorhaben
Geldquellen nutzen

Um Fördermöglichkeiten bei der Stadtsanierung ging es bei einer Versammlung, die von der Stadt einberufen worden war. Bild: hfz
Lokales
Nabburg
02.06.2015
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Bei einer Informationsveranstaltung der Stadt informierten im Gasthof "Weißes Lamm" mit den Architekten Hartmut Schließer (München) und Dr. Ulrich Wieler (Weimar) sowie Johann Voith (Amberg) drei Fachleute zum Thema "Förderungs- und Abschreibungsmöglichkeiten innerhalb ausgewiesener Sanierungsgebiete". Bürgermeister Armin Schärtl konnte dazu eine ganze Reihe interessierter Hausbesitzer und auch einige Stadträte begrüßen, heißt es in seiner Pressemitteilung.

Johann Voith von der Stadtbau Amberg GmbH, seit 23 Jahren Berater der Stadt Nabburg, stellte in seinem Vortrag dar, dass es grundsätzlich zwei Möglichkeiten der Förderung gebe, dies neuerdings zusätzlich auch für das neu ausgewiesene Sanierungsgebiet Unterstadt. Zum einen sind es Zuschüsse der Stadt und des Freistaates wie beispielsweise das kommunale Fassadenprogramm oder die Kostenerfassung in der Städtebauförderung. Die zweite Variante stelle die Abschreibungsmöglichkeit laut Einkommensteuergesetz dar. Danach könne man acht Jahre lang neun und anschließend vier Jahre lang sieben Prozent abschreiben.

Hinweis auf Missstände

Hartmut Schließer, seit fast 30 Jahren für die Stadt tätig, ging ausführlich auf die nach wie vor mögliche Förderung innerhalb des Altstadtsanierungsgebietes ein. Er erläuterte die in den letzten Jahren in Angriff genommenen öffentlichen und privaten Gebäude, aber auch Freiflächen und Anlagen. Er appellierte an die Hausbesitzer, von den Fördermöglichkeiten Gebrauch zu machen, noch bestehende Geschäftsflächen zu nutzen und Leerstände nach Möglichkeit wieder einer Nutzung zuzuführen. "Leerstände deuten auf Missstände", sagte Schließer. Grundlage für die Förderung sei hier die zu novellierende und den neuen Gegebenheiten anzupassende Gestaltungssatzung.

Umfrage zum Parken

Im letzten Teil des Abends ging Dr. Ulrich Wieler auf die Möglichkeit ein, ab sofort auch die Gebäude innerhalb des neuen Sanierungsgebietes Unterstadt nach einem Beratungsgespräch mit ihm gefördert zu bekommen. Er präsentierte dazu eine neue, von ihm konzipierte Broschüre mit den wichtigsten Schritten und Vorgehensweisen für den Fall einer Antragstellung. Der Flyer kann kostenlos bei der Stadt bezogen werden und ist in Kürze auch online auf der Netzseite der Stadt abrufbar.

In den nächsten Tagen wird auch eine Umfrage zum Parkverhalten in den beiden Fördergebieten an die Haushalte versandt. Dr. Wieler rief die Anwesenden dazu auf, diese Bögen ausgefüllt an die Stadt zurückzusenden, damit die Umfrage auch repräsentative Ergebnisse erbringen kann. Im Anschluss gab es eine Diskussion mit zahlreichen Fragen und Redebeiträgen.
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