"Folk Project" im Schmidt-Haus: Anleihen bei Bob Dylan und Jimi Hendrix
Ein Abend für Generationen

Die Band "Folk Project" bilden (von links) Peter Asanger, Sepp Frank, Claudia Dechand, Wolfgang Berger und Hans Yankee Meier. Bild: kbw
Lokales
Nabburg
27.11.2014
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Ein Treffen der Generationen war angesagt beim Konzert von "Folk Project" im Schmidt-Haus. Setzt man eine Generation mit 25 Jahren an, so standen davon 2,5 auf der Bühne, mehr als drei verteilten sich im Zuschauerraum. Und so viel sei schon verraten, der musikalische "Generationenvertrag" klappte vorzüglich.

Das "Folk Project" setzt sich zusammen aus den "Altmeistern" Sepp Frank und Wolfgang Berger, "Middleager" Johann "Yankee" Meier, den "Youngstern" Peter Asanger, Claudia Dechand und harmoniert prächtig. Gekonnt entwickeln die Fünf ihren eigenen Sound, interpretieren zur Einstimmung Songs von Größen wie Bob Dylan oder Muddy Waters auf ihre spezielle Art und Besetzung. Nicht nur an ihren Instrumenten perfekt ausgebildet, agieren sie je nach Bedarf auch gesanglich zwei-drei-vierstimmig.

Sepp Frank schafft es, dass Jimi Hendrix und Akkordeon harmonieren, sorgt mit seinem speziellen Humor für völlig entspannte Atmosphäre. Meist im Hintergrund, auch der Minibühne des Gewölbes geschuldet, bearbeitet Wolfgang Berger seinen Kontrabass, zeigt dann bei einigen Solos herausragende Fähigkeiten an seinem Instrument.

Am Schlagzeug agiert Peter Asanger mit exzellent auf den kleinen Raum abgestimmter Lautstärke, darf dann bei einem "Hammersolo" seiner ganze Virtuosität endlich freien Lauf lassen. "Küken" Claudia Dechand, ursprünglich in ganz anderen Musikrichtungen unterwegs, lebt ihren Gesang im Laufe des Abends immer intensiver, passt hervorragend ins Gesamtkonzept.

Dass Yankee Meier ein grandioser Begleiter und Solist auf diversen Gitarren ist, dürfte mittlerweile weit über die Oberpfalz hinaus bekannt sein. Im Schmidt-Haus lernt man ihn auch als Komponisten und Interpreten vieler eigener Songs kennen, die einen Großteil des Konzerts nach der Pause einnehmen. Wunderbare Melodien, abwechslungsreiche Rhythmen, Authentizität, Spielfreude übertragen sich nachhaltig von der Bühne in den Zuhörerraum und es entwickelt sich eine unglaublich positive Stimmung. Gewaltiger Applaus - generationenübergreifend!
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