Freie Fahrt auf neuer Straße

Der Ausbau der Kreisstraße zwischen Diepoltshof und Passelsdorf ist abgeschlossen. Auf einer Länge von 650 Metern entspricht die Fahrbahn nun heutigen Anforderungen. Bild: Tietz
Lokales
Nabburg
09.12.2014
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Für rund 440 000 Euro baute der Landkreis die Kreisstraße SAD 27 zwischen Diepoltshof und Passelsdorf aus. Bei der technischen Abnahme gab es neben der Freude über die neue Straße auch eine weitere gute Nachricht.

Als die Straße Jahre vor der Landkreisreform im Jahr 1972 gebaut wurde, hieß sie noch NAB 13. Dementsprechend marode wurde sie in den vergangenen Jahrzehnten: Der Fahrbahnbelag war wegen des fehlenden frostsicheren Oberbaus und der schlechten Entwässerung stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Außerdem entsprach die Fahrbahn - alleine schon wegen ihrer geringen Breite zwischen 4,30 und 4,50 Metern - nicht mehr den zeitgemäßen Anforderungen.

Temop 70 wegen fehlender Markierung

Im August rückten die Arbeiter der Firma Seebauer an. Auf einer Länge von 650 Metern wurde die Straße zwischen Diepoltshof und Passelsdorf auf eine Breite von 5,60 Meter - in Kurven bis zu 6,10 Meter - ausgebaut. Auch der Oberbau entspricht nun der größeren Verkehrsbelastung, die nicht zuletzt der Tatsache geschuldet ist, dass die Straße einen direkten Anschluss zur Autobahn A 6 hat.

Wie Friedrich Fleischmann, Leiter der Tiefbauabteilung am Landratsamt, bei der technischen Abnahme am Dienstag vor Ort ausführte, wurden die Arbeiten termingerecht erledigt, so dass der Verkehr vor dem Wintereinbruch wieder fließen kann. Lediglich die Fahrbahnmarkierung kann in diesem Jahr nicht mehr aufgebracht werden, weshalb auf der Strecke derzeit Tempo 70 gilt.

Im Finanzplan

In der Finanzplanung des Landkreises ist auch der Ausbau des anschließenden Kreisstraßen-Abschnitts zwischen Lissenthan und Diepoltshof enthalten. Das heißt, der nächste Abschnitt könnte - wenn das Geld dafür vorhanden ist - in den nächsten Jahren an der Reihe sein. Landrat Thomas Ebeling freute sich bei der Abnahme, "wenn eine Gemeinschaftsleistung aller Beteiligten zu einem guten Abschluss geführt werden kann".

Im Zuge des Straßenbaus wurde auch die Wasserleitung zwischen Diepoltshof und Passelsdorf erneuert. Auf diese Weise konnten 600 Meter des maroden Leitungsnetzes des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Brudersdorfer Gruppe relativ kostengünstig saniert werden - zur Freude des Nabburger Bürgermeisters Armin Schärtl. Er dankte vor allem den Anliegern und abgabewilligen Grundstücksbesitzern. Er bezeichnete die Zusammenarbeit mit ihnen als "Grundlage dafür, dass diese Maßnahme so ausgeführt werden konnte".

Deutlich billiger

Wasserzweckverbandsrat Karl Beer hob hervor, dass die Kostenschätzung des Ingenieurbüros für die Wasserleitung in Höhe von rund 350 000 Euro um über die Hälfte unterschritten werden konnte. Er hoffte, dass der Freistaat bei Härtefällen im Zuge der Leitungserneuerung einspringt.
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