Grünes Licht für Sanierung

Das Obertor soll wieder in altem Glanz erstrahlen. Die Stadt saniert das Gebäude für rund 137 100 Euro. Bild: Tietz
Lokales
Nabburg
06.11.2014
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Das Obertor steht seit fünf Jahren leer. In dieser Zeit ist es vor allem durch Feuchtigkeit stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Stadtrat will eines der Nabburger Wahrzeichen nicht weiter dem Verfall aussetzen und beschloss zu handeln.

Der Zahn der Zeit nagte in den vergangenen Jahren ziemlich schnell am ehemals als Büro genutzten Obertor: "Es ist nicht mehr in dem Zustand, in dem wir glaubten", legte Bürgermeister Armin Schärtl den Stadträten dar. Johannes Schießl vom Bauamt hatte ein umfassendes Sanierungskonzept erarbeitet, um den stetigen Verfall des historischen Bauwerkes zu stoppen und das Gebäude wieder nutzbar zu machen.

Zunächst eine Bestandsaufnahme: Schimmel durch Tauwasserbildung, Feuchte im Mauerwerk, schadhafte Fugen und Putzschäden, mangelhafte Abdichtung des Umgangs und anhaltend hohe Luftfeuchtigkeit im Innenraum - der Zustand des Obertors ist gelinde gesagt schlecht. Um das Bauwerk wieder in altem Glanz erstrahlen zu lassen, müsste die Stadt rund 137 100 Euro in die Hand nehmen. 64 000 Euro davon wären für den Außenbereich nötig. Die Instandsetzung im Gebäude würde mit etwa 52 700 Euro zu Buche schlagen. Hinzu kämen Baunebenkosten in Höhe von circa 20 400 Euro.

Drei Interessenten

Generell stand die Frage im Raum, ob die Stadt das Obertor sanieren will oder lediglich einen Substanzerhalt anstrebt. Auf eine entsprechende Frage von CSU-Stadtrat Frank Zeitler entgegnete Bürgermeister Armin Schärtl, dass sich bereits drei Interessenten bei ihm gemeldet hätten. Hans-Georg Dobler, Fraktionssprecher der Christsozialen, stellte fest, dass die Kosten für die Arbeiten im Außenbereich ohnehin auf die Stadt zukommen würden. Insofern sprach er sich dafür aus, gleich das gesamte Gebäude zu sanieren. Sein Fraktionskollege Bernd Hofmann gab hingegen zu bedenken, dass das jahrhundertealte Gebäude erst 1995 instandgesetzt worden sei. "Jetzt müssen wir es wieder sanieren, da kann doch etwas nicht stimmen", sagte Hofmann.

SPD-Stadtrat Josef Götz und Zweiter Bürgermeister Kurt Koppmann sprachen sich klar für eine Wiederbelebung des Obertors aus. "Wir müssen das machen, sonst geht uns das Obertor kaputt", unterstrich Götz. Koppmann betonte, dass in der Sitzung ein komplett schlüssiges Konzept vorgelegt worden sei, das die Stadt schnell durchziehen könne. "Wir sollten jetzt zugreifen und die Sache nicht mehr länger zerreden", unterstrich der Bürgermeister-Stellvertreter. Außerdem bewegen sich die Kosten seiner Ansicht nach noch in einem überschaubaren Rahmen. Das sah auch der Stadtrat so und billigte das Sanierungskonzept mit den beiden Gegenstimmen von Frank Zeitler und Bernd Hofmann.
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