Gymnasium bietet Internet-Sicherheitstraining an - Kommunikatives Fingerspitzengefühl gewinnen
Im "Klicksalat" die Übersicht bewahren

Konzentriert folgten die Schüler am JAS-Gymnasium den Ausführungen des Regensburger Medien-Experten Jörg Kabierske, der einen ganzen Vormittag lang mit seinem Internet-Sicherheitstraining "Klicksalat" das Thema der Medienerziehung ins Blickfeld rückte. Bild: hfz
Lokales
Nabburg
04.12.2015
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Ein nettes Kompliment oder schon eine Beleidigung? Über diese und viele weitere Fragen rund um die sinnvolle Nutzung der neuen Medien informierte der Internet-Experte Jörg Kabierske am Gymnasium. Auf Einladung des Schulleiters Franz Xaver Huber kam er, um sich, ausgestattet mit allerlei digitalem Equipment, Gedanken zum Thema der Mediennutzung zu machen. Während seines Internet-Sicherheitstrainings "Klicksalat" möchte er Jugendliche, Eltern und Lehrer für die vielfältigen Gefahren, aber auch Chancen der sogenannten "neuen Medien" sensibilisieren.

Wer befasst sich schon gerne mit den kryptischen und oft verschachtelten Menüs seines Smartphones oder Notebooks, um die Datenschutz-Einstellungen zu verändern? Was bedeutet es eigentlich, ständig und überall per GPS auffindbar zu sein? Und kann man sein Handy eigentlich auch ausschalten? Schülernah und mit Hilfe ansprechender Materialien zeigte Kabierske im Verlauf seiner drei jeweils 90-minütigen Vorträge den Schülern der verschiedenen Altersstufen auf, wie komplex die schöne neue Welt der digitalen Medien geworden ist. Dabei vergaß er nicht, stets auf die Jugendlichen zuzugehen und diese in seinen Vortrag einzubinden. Es sollte nicht nur um Fragen des Datenschutzes gehen - der Referent spannte gemeinsam mit seinen Zuhörern einen weiten Bogen von Jugendschutz, Online-Sucht und Social Media bis hin zu Urheberrechtsfragen und Cyber-Mobbing.

Warnung vor Konflikten

"Schicker Pullover, Herr Klicksalat!" Wie soll man zum Beispiel eine derartige "Message" verstehen, ohne seinem Gegenüber ins Angesicht zu blicken? Gerade im Bereich der digitalen Internet-Kommunikation lauern Gefahren und Fallstricke. Jugendlichen mangele es hier oft noch an kommunikativem Fingerspitzengefühl. "Und was vielleicht ursprünglich wirklich noch als Gag gedacht war, kann gerade in sozialen Netzwerken schnell zu einem ernsthaften Konflikt eskalieren!", erklärte der Experte." Im Bereich der Konfliktsituation sollte man tunlichst auf soziale Netzwerke verzichten.

Ein Schüler zeigte sich daraufhin nachdenklich: "Mir war bislang nicht bewusst, welche Rollen und Funktionen die Teilnehmer in meinen Chats übernehmen. Schlimm finde ich es auch, dass das Schweigen der mitlesenden Mehrheit von den Mobbing-Tätern als Zustimmung interpretiert wird!" Hier sieht sich das Medien-Coaching "Klicksalat" gefordert, denn Kabierske möchte die Jugendlichen motivieren, notfalls aktiv zu werden und sich respektvoll, aber bestimmt einzumischen, denn von alleine würden die digitalen Beleidigung meist nicht aufhören.
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