Handelszentrum-IG äußert sich zur Stadtratsdebatte
Für Fairplay in der Informationspolitik

Lokales
Nabburg
24.10.2015
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Bei der Interessensgemeinschaft pro Handelszentrum (IG) stieß die Argumentation im Stadtrat, die bisher ablehnende Beschlusslage nicht durch das Bürgerbegehren zu ersetzen, auf heftige Kritik. In einer Stellungnahme, die deren Sprecher Stefan Schmid, Pia Schottenheim und Tobias Knechtel zu den selbst gehörten Redebeiträgen in der öffentlichen Stadtratssitzung abgaben, heißt es:

"Vorab bedanken möchte sich die IG bei den 1467 Bürgern, die für das Projekt 'Handelszentrum in Nabburg' unterschrieben haben. Die von Frau Stadträtin Thanheiser vorgebrachten Vorwürfe, die Bürger seien nicht umfangreich genug informiert gewesen und die gesammelten Stimmen seien für den Rossmann-Markt und nicht für das Handelszentrum, sind an den Haaren herbei gezogen.

Jeder konnte den Sinn und Zweck des Bürgerbegehrens auf den Unterschriftenlisten der IG nachlesen. Das Projekt Rossmann wurde dort nicht erwähnt. Die Bürger sind in dieser Sache sehr gut informiert und wussten sehr wohl zu unterscheiden zwischen dem neuen Handelszentrum an der Autobahn und dem Nahversorgungszentrum Am Angerweiher.

Platz für andere Branchen

Die Entstehung eines Drogeriemarktes war für die Bürger lange überfällig und schafft nun beim geplanten Handelszentrum Platz für Anbieter aus anderen Branchen. Außerdem werden unter anderem für eben jenen Rossmann die vom Bürgermeister im Artikel genannten 13 000 Euro zur ISEK-Fortschreibung fällig. Hier loben wir die Weitsicht von Bürgermeister Schärtl, den Wahltag abzuwarten und dann beide Änderungen - die für Rossmann am Angerweiher und die für das eventuell kommende Handelszentrum - einzureichen, damit sich die entstehenden Kosten verteilen.

Chance verpasst

Nun springt auch Stadtrat Horst Jäger auf den Zug der fragwürdigen Informationspolitik auf. Er vermisse ein schlüssiges Konzept und Mitspracherecht der Stadt bei der Planung und Konzeption des Handelszentrums. Stadtrat Jäger war auch bei der Sitzung am 7. Juli 2015 vor Ort, als die IG und die Investorenfirma den Vorschlag verlauten ließen, ein Mitspracherecht könne dem Stadtrat selbstverständlich eingeräumt werden. Diese Chance hat der Stadtrat mit der Ablehnung einer nochmaligen Diskussionsrunde verpasst und im Nachgang nun die gelbe Karte von seinen Bürgern gezeigt bekommen.

Bis 10. Januar am Ball

Um bei diesem sportlichen Bild zu bleiben, bitten wir die Stadträte, ab sofort fair zu spielen und nicht wie in den letzten Monaten geschehen mit Zahlenspielen, laufend wechselnden Alternativstandorten und Ratsbegehren den Bürgerwunsch ins Abseits zu stellen. Auch werden wir das Spielfeld nicht vorzeitig verlassen, wie es die Wunschvorstellung von Stadtrat Jäger wäre.

Wir stehen hier für etwa 1500 Bürgerinnen und Bürger ein, welche uns ihre Stimme gegeben haben. Eben diese und alle anderen Wähler können nun beim Bürgerentscheid am 10. Januar 2016 ihren Wunsch nach zusätzlichen modernen Einkaufsmöglichkeiten in Nabburg untermauern".
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