Hauswirtschaft wichtiges Standbein

Ob Seniorenbetreuung oder Kindertagesstätte, ob Single- oder Familien-Haushalt: Die Möglichkeiten in der Hauswirtschaft sind vielfältig. Nach erfolgreicher Prüfung gab es jetzt die Urkunden. Im Bild die Teilnehmerinnen aus dem Bereich Nabburg. Bild: wg
Lokales
Nabburg
13.12.2014
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Mit "dem bisschen Haushalt" ist es nicht getan. Wie anspruchsvoll die Arbeit der Hauswirtschafter ist, zeigte sich bei der Freisprechungsfeier.

47 Frauen und 2 Männer aus den Landkreisen Tirschenreuth, Neustadt/WN, Schwandorf und Cham erhielten ihre Zeugnisse. Nach einer kleinen Verschnaufpause können sie nun richtig "durchstarten". Sei es mit einer Fort- und Weiterbildung, mit dem Aufbau eines zweiten Standbeins in der Landwirtschaft, mit "Urlaub auf dem Bauernhof", einem Partyservice oder einer Festanstellung im Ausbildungsbetrieb. Leitender Landwirtschaftsdirektor Wolfgang Wenisch sah die professionelle Hauswirtschaft als wichtiges Standbein. "Zeit, Geld und Kraft können durch die richtige Planung und Organisation eingespart werden."

Die Arbeitsfelder würden immer anspruchsvoller. Auch im technischen Bereich hätten sich in den letzten 30 Jahren Welten getan. "Frauen wollen mit Familie auch beruflich weiterkommen, dadurch muss der eigene Haushalt rationell geführt werden." Die Umstellung auf Hausgemeinschaften in der Seniorenbetreuung, die Kinderbetreuung in Tagesstätten oder die zunehmende Zahl an Single-Haushalten sah der Sprecher als wichtige Säulen. "Hauswirtschafterinnen müssen als selbstständige Unternehmerinnen ihre Leistungen professionell bewerben." Deshalb suche auch der Hauswirtschaftliche Fachservice dringend Mitarbeiter. "Sie gehen gut gerüstet aus der Ausbildung hervor. Ihre Kunst besteht nun darin, die eigenen Stärken optimal zu nutzen und aus dem breiten Spektrum der Möglichkeiten das Richtige auszuwählen", so Wenisch.

Traumnote 1,0

Eine herausragende Leistung legte Regina Lindner aus Mallersricht bei Weiden bei der Abschlussprüfung an den Tag: Mit einer glatten "1,0" war sie die beste Absolventin von allen Teilnehmern, außerdem die Beste der Berufsschule Vilshofen/Bayreuth sowie am Prüfungsstandort Nabburg. Zweitbeste wurde Veronika Fleischmann aus Asbach bei Stamsried (1,14), Dritte Katharina Stelzer aus Cham (1,42) und Vierte Sabine Ahl aus Eschenbach (1,76). Von den 16 Teilnehmerinnen am Standort Tirschenreuth war Sandra Mark aus Ellenfeld mit einem Schnitt von 1,67 die Beste. Ebenfalls 16 Teilnehmerinnen stellten sich in Weiden der Prüfung. Beste war hier Silvia Paulus aus Etzenricht mit einem Notendurchschnitt von 1,55.

"Die Hauswirtschaft ist ein sehr vielseitiger Beruf, sehr abwechslungsreich und es gibt viele Fortbildungsmöglichkeiten", sagte Mathilde Schießlbauer bei der Überreichung der Zeugnisse. In Vertretung des Landrats lobte Roland Grillmeier die Berufswahl. "Hauswirtschaft wird nie altmodisch werden." Bürgermeister Franz Stahl wünschte den Absolventen für die Zukunft alles Gute und dass sie viel Motivation in ihren Beruf einbringen.

Stellvertretende Prüfungsausschuss-Vorsitzende Ruth Kruschwitz wünschte Standvermögen. "Die Wertschätzung der Hauswirtschaft steigt erst mit den Jahren", wusste sie. "Erst wenn man einen eigenen Haushalt und Kinder hat, will man mehr wissen." Sie appellierte an die Hauswirtschafter, mutig weiter zu machen.

Neuer Studiengang

Im April 2015 startet ein neuer Studiengang "Hauswirtschaft" in Teilzeitform am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Weiden. Dazu findet am 28. Januar 2015 um 19 Uhr ein Info-Abend statt. Neu ist, dass jetzt auch ein Abschluss zur Fachkraft für Ernährung und Hauswirtschaft möglich ist. Unterricht ist zweimal wöchentlich je vier Stunden. Der Praxisunterricht findet in zwei Gruppen statt, die Theorie ist für alle gemeinsam. Interessenten können schon jetzt Kontakt aufnehmen mit Christina Wilhelm, Telefon 0961/30070 oder 0961/ 3007-210, oder per E-Mail unter christina.wilhelm@aelf-we.bayern.de
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