Hilfe auf christlicher Basis

Lokales
Nabburg
13.10.2015
4
0

Seit eineinhalb Jahren kümmert sich nun der Arbeitskreis Asyl um die Asylbewerber, die in Nabburg untergebracht sind. Mit großem Engagement helfen die Mitglieder in allen Lebenslagen, um eine Integration möglich zu machen. Weitere Unterstützer wären auch noch willkommen.

Schnell waren alle Plätze im Nebenraum des Gasthauses Sauerer besetzt, als der Arbeitskreis Asyl zu einer Informationsveranstaltung einlud. Mitte des Jahres 2013 wurde unter dem Dach der evangelischen Kirchengemeinde dieser Arbeitskreis ins Leben gerufen. Pfarrerin Irene Friedrich sagte in ihren einleitenden Worten, dass er keine Einrichtung der evangelischen Kirche ist, sondern eine ökumenische. Die Arbeit wird aktiv durch die katholische Pfarrgemeinde unterstützt. Im Sprachgebrauch des Arbeitskreises handle es sich nicht um Asylbewerber, sondern um Gäste, die betreut werden.

Warum helfen Christen diesen Menschen? fragte Pfarrerin Friedrich. Es liege schon in den Worten Christi begründet: "Was ihr einem meiner Brüder getan habt, habt ihr mir getan" - oder "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst". Bereits im Alten Testament standen Menschen, die auf der Flucht sind, unter dem besonderen Schutz Gottes. Der Arbeitskreis hat zurzeit 19 Mitglieder. Von ihm werden mehr als 20 Asylbewerber betreut.

Die einzelnen Mitglieder stellten ihren Bereich, für den sie zuständig sind, vor. Den Anfang machte Gerlinde Greja. Sie ist die erste Ansprechpartnerin der Asylbewerber, wenn sie in die Stadt kommen. Sie geht in die Unterkünfte und kümmert sich darum, dass die Einrichtung komplettiert wird. Sie erledigt die notwendigen Kontakte mit den Behörden, koordiniert Arzttermine, Schul- und Kindergartenbesuche der Kinder. Sie bat um Unterstützung beim Besorgen kostenloser Möbel und Einrichtungsgegenstände. Was für die Asylbewerber wichtig ist, sei der Kontakt zu Sportvereinen. Damit sich die Menschen auch betätigen können und integrieren. Diese Kontakte fehlen ihr noch.

Differenziert fördern

Stefanie Buchheit hat sich dazu bereit erklärt, den Kindern die Sprache beizubringen. Allerdings brauchen sie Förderung. Dies geschieht in gemeinsamen Treffen, bei denen den Kindern auf spielerische Weise der Zugang zur deutschen Sprache erschlossen wird. Da natürlich jetzt alle Kinder in einer Gruppe sind, egal welchen Wissenstand sie haben, wäre hier unbedingt Unterstützung notwendig. Sie könne immer nur eine Gruppe leiten, aber eine differenzierte Förderung sei notwendig. Josef Götz kümmert sich um Fahrten und Transporte. Er konnte aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen. Claudia Deiner, Frau der ersten Stunde des Arbeitskreises, stellte die Kleiderkammer im Stephanusheim vor. Sie stehe nicht nur den Asylbewerbern offen, sondern auch bedürftigen Nabburgern. Dort ist alles vorhanden von Spielsachen bis Kleidung. Weitere Spenden werden jederzeit angenommen. Als Sprachpaten für Erwachsene arbeiten Gabi Graf, Gesine Jaehnert, Monika Lobinger und Gauri Sivalakorasa. Den Deutschunterricht erteilt Fr. Ziegler. Ein großes Lob für die Arbeit des Arbeitskreises kam von Seiten der Stadt Nabburg. Die Dritte Bürgermeisterin Heidi Eckl lobte das Engagement und den Einsatz; Probleme würden schnell und unbürokratisch gelöst.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.