Hilfe für Kranke und Angehörige

Die Caritas-Sozialstation Nabburg feiert am Wochenende 30-jähriges Bestehen. Tag für Tag sind die Pflegekräfte in ihren roten Autos auf Achse, um Kranke ambulant zu betreuen. Im Bild ein Teil des Teams mit dem Vorsitzenden, Pfarrer Hannes Lorenz (rechts). Bild: bph
Lokales
Nabburg
01.10.2014
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"Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht der Mensch in seiner Würde", betont Pfarrer Hannes Lorenz, Vorsitzender der Caritas-Sozialstation Nabburg. Wie gelingt es, sie auch bei Gebrechlichkeit, bei Krankheit zu bewahren?

(bph) Pfarrer Lorenz hebt die drei Jahrzehnte währende Arbeit der Station für kranke und pflegebedürftige Menschen hervor. Aus diesem Anlass lädt der Träger am kommenden Sonntag ab 13 Uhr zu einem Fest im Spitalhof ein.

Selbstbestimmtes Leben

Die Caritas Sozialstation Nabburg e.V. besteht seit 1984. Sie betreut bestimme Gebiete im Altlandkreis: Nabburg, Wernberg-Köblitz, Trausnitz, Pfreimd, Altendorf, Guteneck, Schwarzach, Schmidgaden, Fensterbach, Schwarzenfeld und Stulln. "Wir versuchen so zu helfen, wie es die Kranken möchten. Sie sollen möglichst viel davon haben und zufrieden sein", betont Pflegedienstleiterin Kerstin Neidl. "Unser Ziel ist es, die notwendige Hilfe so zu gestalten, dass die betroffenen Menschen trotz Krankheit, Behinderung oder Pflegebedürftigkeit ein selbstbestimmtes Leben in ihrer gewohnten Umgebung führen können". Aus der christlichen Tradition heraus habe die Nabburger Station eine besondere Verantwortung. Sie halte Kontakt zu den umliegenden Pfarrgemeinden und zu weiteren professionellen Einrichtungen und Diensten der Caritas.

"Gesundheit und Krankheit wird von jedem Betroffenen anders erfahren und erlebt. Würde und Wert verliert er trotz Krankheit, Alter oder Behinderung nicht," so Kerstin Neidl. Deshalb versuche das Personal, die Pflege individuell zu gestalten und orientiere sich dabei an allen Aspekten, die das Leben des Menschen beeinflussen.

Unter dem Motto "Zuhause pflegen - helfen - beraten" wirbt die Sozialstation seit ihrem Bestehen 1984. Als ambulante Pflegeeinrichtung betreuen 35 Beschäftigte 170 pflegebedürftige Personen, die zu Hause leben wollen. Dazu sind acht Pflegetouren vormittags und zwei am Abend eingerichtet. "Wir sind tätig für Alte, Kranke und Behinderte an 365 Tagen rund um die Uhr", versichert Hannes Lorenz. Gemeinsame Träger der Nabburger Sozialstation sind die Kirchenverwaltungen und die Krankenpflegevereine des Altlandkreises. Die Katholischen Pfarrkirchenstiftungen fördern jährlich mit einem Euro pro Katholik, und aus den verschiedenen örtlichen Krankenpflegevereinen fließt der komplette Beitrag der über 2500 Mitglieder in die Finanzierung der Station.

Demenzgruppe geplant

Die Sozialstation übernimmt bei Krankheiten medizinische Behandlungen nach ärztlicher Verordnung, sie hilft bei der Körperpflege und bietet Unterstützung im Haushalt an. Die umfangreiche Angebotspalette beinhaltet beispielsweise Kurzzeitpflege, Pflegekurse, Wohnraumberatung oder Hausnotruf. "Wir wollen, dass schwer kranke und sterbende Menschen auch am Lebensende Geborgenheit und Wohlbefinden spüren." Aus diesem Grund, so Kerstin Neidl, arbeitet die Sozialstation mit Hospizvereinen und Palliative-Care- Teams zusammen. Ab 1. Oktober soll das Angebot mit der Betreuung Demenzkranker erweitert werden. Ab Anfang November ist die Einrichtung von Demenzgruppen mit einer Stärke von bis zu 12 Personen geplant.
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