Im Garten auf Raritäten setzen

"Arche Noah", der Verein für den Erhalt und die Entwicklung der Kulturpflanzenvielfalt, beteiligte sich auch an dem Aktionstag im Perschener Bauernmuseum. Er durfte sich ebenso wie die anderen Standbetreiber über reges Publikumsinteresse freuen. Bilder: jua (2)
Lokales
Nabburg
05.05.2015
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"Schafsnase gegen Turbogemüse - Raritäten im Edelmannshof": So hieß es auf dem Flyer, der für den Frühlingsmarkt im Bauernmuseum in Perschen warb. Was sich hinter "Schafsnase" verbirgt, das erfuhren die vielen Besucher am Sonntag in Vorträgen und Beratungsgesprächen.

Tomaten in den unterschiedlichsten Farben, Formen und Aromen, violette, dunkelrote und hellgelbe Karotten, Kartoffeln mit rosa oder violetter Schale: Das ist nur ein kleiner Ausschnitt der ungewöhnlichen Vielfalt an Gemüsesorten, die der Hobbygartler zu sehen bekam. Kann man denn die Tomaten oder den Salat getrost in das Freiland pflanzen, oder kann sich die Pflanze nur im Treibhaus richtig gut entwickeln? Brauchen Gemüse oder Blumen viel Sonne, oder werden sie auch Schatten vertragen? So lauteten nur ein paar Fragen, welche die Freizeitgärtner vor Ort an die Experten stellten.

Der Bezirksvorsitzende des Verbandes der Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege in Bayern, Harald Schlöger, der tagsüber den Besuchern mit Rat und Tat zur Verfügung stand, eröffnete zusammen mit Museumsleiterin Dr. Birgit Angerer den Markt. Alte und von uniformen Standardsorten verdrängte Gemüse- und Samenraritäten standen an diesem regnerischen Sonntag im Mittelpunkt.

Mit Unterstützung der "Arche Noah", welche auch die Samenbörse betreute, gab es ein breites Angebot an regionalen, samenfesten Setzlingen, die nicht nur ungeahnt geschmacksvielfältig, sondern - wie zum Beispiel bei der alten Apfelsorte "Schafsnase" - auch robuster und ertragreicher sind. Nicht nur die Bedürfnisse für den "grünen Daumen" wurden abgedeckt. Ausgefallene Gartenaccessoires, Weidengeflechte, Rankhilfen, Sommerhüte, Naturseifen, Gewürze, Liköre, feinste Schokolade und frisch gebackenes Brot rundeten das Sortiment ab.
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