Im Ortsleben fest verwurzelt

Zahlreiche Mitglieder wurden beim Festabend im Stadel des Bauernmuseums für ihre langjährige Treue ausgezeichnet. Bilder: ral (2)
Lokales
Nabburg
01.06.2015
53
0

1955 gründeten zehn Männer die "Schloßschützen" Neusath. Nun feierte der Verein sein 60-jähriges Bestehen mit einem Festabend im Stadel des Bauernmuseums. Die Gratulanten kamen bis aus dem Landkreis Rosenheim.

Die Feiern zum 60-jährigen Bestehen der "Schloßschützen" begannen mit einem Gottesdienst in der Peter-und-Paul-Kirche in Perschen. Anschließend trafen sich die Schützen mit ihren Ehrengästen vor der Kirche. Zum Auftakt des Festes feuerten die Böllerschützen des Vereins - unterstützt vom befreundeten Böllerschützenverein aus Stephanskirchen - einige Salutschüsse ab. Angeführt von der "Haflinger-Musi" ging es in den Stadel des Bauernmuseums. Nach einem gemeinsamen Abendessen blickte Schützenmeister Albert Zitzmann auf die Geschichte des Vereins zurück. Im Jahr 1955 trafen sich zunächst zehn interessierte junge Männer in der Schlossschänke in Neusath, um einen Verein zu gründen. Allerdings mochte keiner als Schützenmeister fungieren. Schließlich erklärte sich Sebastian Schmidbauer, der Vater eines der Gründungsmitglieder, dazu bereit, das Amt zu übernehmen. Unterstützt wurde der neue Verein vom Hause Lichtenstern: Der Baron stiftete das erste Gewehr des Vereins. "Diese Verbundenheit hat bis heute angehalten", unterstrich Zitzmann.

Langjährige Freundschaft

Patenverein wurde der Nachbarverein, die königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft aus Nabburg. Hier entstand laut Zitzmann eine Freundschaft, die bis heute anhält. An den Oberpfälzer Schützenbund erging die erste Stärkemeldung im Jahr 1958 mit 21 Mitgliedern. Nach einigen Umbauten verfügte der Verein über fünf Stände und konnte am Rundenwettkampf teilnehmen. Wenige Jahre später tauchten die ersten Namen aus Neusath auf den Ergebnislisten der Landesmeisterschaften auf. Unter der Führung von Schützenmeister Johann Schießl wurde das Emmaus-Schießen eingeführt.

Ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte war für Zitzmann die Gründung der Böllerschützen-Abteilung im Jahr 2000. Der letzte große Einschnitt sei der Beschluss gewesen, die Schlossschänke zu pachten. Damit habe der Verein ein eigenes Schützenheim. Für das Entgegenkommen und die Unterstützung dankte der Redner Baron von Lichtenstern. Er habe damit wieder bewiesen, dass ihm und seiner Familie etwas an den "Schloßschützen" liegt.

Dank für Engagement

Die Vizepräsidentin des Oberpfälzer Schützenbundes, Hertha Zeiler, überbrachte die Glückwünsche des gesamten Präsidiums zum 60. Geburtstag. Sie dankte den Verantwortlichen des Vereins für deren Engagement und Einsatz. Dabei verwies sie auf die Wichtigkeit des Schützensports, vor allem für die Jugend. Gauschützenmeister Johann Dirrigl und Stadtpfarrer Hannes Lorenz gratulierten ebenfalls zum runden Geburtstag der Neusather Schützen. Der Geistliche erinnerte sich an so manchen Besuch im Schützenheim Neusath, als er noch ein Kind war. Sein Vater war zur damaligen Zeit Gauschießleiter. Die Grüße der Stadt Nabburg überbrachte Dritte Bürgermeisterin Heidi Eckl.

Die Freunde aus Stephanskirchen überreichten dem Jubelverein eine große Scheibe. Ludwig Klarl bedankte sich für die Freundschaft beider Vereine, die immer mehr gewachsen sei. Er lud die Neusather Schützen dazu ein, in acht Wochen zum Jubiläum seines Vereines nach Stephanskirchen zu kommen. Baron Raphael von Lichtenstern erinnerte an die Verbundenheit mit dem Verein. Er dankte den Schützen für die Übernahme der Gaststätte. Damit bleibe ein gesellschaftlicher Mittelpunkt im Ort erhalten.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juni 2015 (7772)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.