In den Tempel nach Jerusalem

Pfarrer Hannes Lorenz segnete die Altar-, Erstkommunion- und Blasiuskerzen. Bild: bph
Lokales
Nabburg
05.02.2015
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Eine eindruckvolle Demonstration christlichen Glaubens war in der Stadtpfarrei Sankt Johannes das Fest "Darstellung des Herrn", besser bekannt als "Mariä Lichtmess". Auftakt war am Unteren Markt.

Von dort aus bewegte sich eine Lichterprozession mit Vereinen, Jugendblaskapelle, Kirchenchor, Bürgermeister und Stadtrat sowie den Kommunionkindern zum "Johannesdom".

Die feierliche Messe zum Fest "Mariä Lichtmess" fand, wie mehrmals in der Weihnachtszeit, nur im Kerzenschein statt. Die stattlichen Christbäume erhellten mit ihrer strahlenden Beleuchtung den Altarraum. Die Kommunionkinder brachten Gläser mit Teelichtern durch das Kirchenschiff zum Altar.

Biblische Geschichte

Der Gottesdienst begann nach dem kurzen, festlichen Orgelspiel, welches zum Gloria überleitete, mit dem Altarkuss von Pfarrer Hannes Lorenz und dem Gedenken an die "Darstellung des Herrn". Entsprechend zum Tag sang der Chor "Mache dich auf und werde Licht".

Der Stadtpfarrer ging auf die biblische Geschichte von Maria und Joseph ein, die sich mit Jesus in den Tempel nach Jerusalem begaben. "Wie das Gebot Gottes vorschrieb brachten sie als Opfergaben zum Zweck der Reinigung Mariens zwei Turteltauben dorthin." Bei diesem Besuch trafen der alte Simeon und die Prophetin Hanna auf die Familie. "Sie erkannten in Jesus den verheißenen Messias". Weiter erläuterte der Seelsorger, dass Jesus das Licht der Welt sei, das den Menschen im Dunkeln führe. Er appellierte an die Gläubigen Licht zu verbreiten, teilungsbereit und sozial zu sein.

Die frühe Ostkirche feierte die "Darstellung des Herrn" dann als "Fest der Begegnung des Herrn", während er in der Westkirche vor allem als Marienfest gefeiert wurde. In Rom selbst trat das Marienfest mit Lichterprozession an die Stelle des antiken römischen Lichterfestes. Kerzenweihe und Prozession mit Lichtern zur Ehre Mariens gehörten im Einzugsbereich der Katholischen Kirche lange zusammen. Das prägte den Namen "Maria Lichtmess".

Auch im privaten Bereich markiert der Lichtmesstag in katholischen Familien traditionell das Ende der Weihnachtszeit. "Da wurde der Christbaum entsorgt und die Krippe eingepackt. Wir tun das heute auch nach dem Gottesdienst", so der Stadtpfarrer.

Zum Schlusslied "Sagt an, wer ist doch diese", stellten sich die Kommunionkinder im Halbkreis auf und erhielten von Pfarrer Hannes Lorenz und Kaplan Christian Blank ihre Kerzen überreicht. "Ihr habt Euch auf den Weg gemacht, das Licht zu empfangen", wandte sich der Stadtpfarrer an die Kinder. Schließlich wurden, wie es an diesem Tag Brauch in der katholischen Kirche ist, mit Weihrauch und Weihwasser die Altar-, Erstkommunion- und Blasiuskerzen gesegnet. Letztlich erteilten die beiden Geistlichen den Blasiussegen.
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