In nichtöffentlicher Sitzung: Stadtrat berät über mögliche Nutzung des Sparkassengebäudes
Gründerzentrum statt Bank

Aus dem Sparkassengebäude könnte ein Gründerzentrum werden. Der Stadtrat beschloss mehrheitlich, diese Maßnahme als Projekt für die EFRE-Förderung anzumelden. Bild: Tietz
Lokales
Nabburg
06.11.2015
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Wie geht es mit dem Sparkassengebäude weiter, wenn die Bank ausgezogen ist? Diese Frage wollte CSU-Stadtrat Frank Zeitler bei der Stadtratssitzung nicht hinter verschlossenen Türen diskutiert sehen. In einem Punkt der nichtöffentlichen Sitzung ging es nämlich um die Bedarfsanmeldung für das EFRE-Programm. Ein gewichtiger Punkt dabei ist die künftige Nutzung des Bankgebäudes, wenn die Sparkasse ihre Geschäftsstelle auf das Areal des ehemaligen Hotel Post verlagert hat.

Um an Gelder aus diesem Europäischen Strukturfonds zu gelangen, haben sich fünf Kommunen im Landkreis zusammengeschlossen, (wir berichteten). Sie sollen allesamt über Projekte beschließen, die im Zuge dieses Programms umgesetzt werden sollen.

Bürgermeister Armin Schärtl wollte das Thema nicht öffentlich beraten. Der Grund: Im Verbund der fünf Kommunen sei vereinbart worden, die Anmeldung für das EFRE-Programm zunächst hinter verschlossenen Türen zu behandeln und dann in einer gemeinsamen Pressekonferenz die Öffentlichkeit zu informieren. Allerdings besprach der Pfreimder Stadtrat das Thema bei seiner Zusammenkunft am Mittwoch in öffentlicher Sitzung (siehe Bericht auf Seite 30).

Zurück zum Sparkassengebäude: Nichtöffentlich sollte der Stadtrat darüber entscheiden, ob in dem Gebäude ein Gründerzentrum eingerichtet werden soll. Zeitler hätte vor einer Abstimmung darüber aber gerne noch einmal allgemein über die Zukunft des Areals diskutiert. Den Antrag, den Punkt in die öffentliche Sitzung zu verlegen, lehnte der Stadtrat jedoch mit 8:13 Stimmen ab.

Mehrheitlich beschloss das Gremium dem Vernehmen nach nichtöffentlich, das Gründerzentrum für das Programm anzumelden. Wie Bürgermeister Armin Schärtl auf NT-Nachfrage sagte, kostet das Projekt grob geschätzt rund zwei Millionen Euro. 70 Prozent der förderfähigen Kosten kämen aus dem europäischen Fördertopf.
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