Johann Kagerer informiert Imker über Aufzucht - Reizfütterung mit Honiglösung
Königinnen sind anspruchsvoll

Imkermeister Wolfgang Gleissner ist der neue Gesundheitsbeauftragte des Kreisverbandes. Bild: ral
Lokales
Nabburg
10.04.2015
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Bei der Versammlung des Imker-Kreisverbandes Nabburg-Neunburg im Gasthaus "Weißes Lamm" wurde der neue Gesundheitswart Wolfgang Gleissner vorgestellt. Vorsitzender, Emmeram Holzgartner berichtete, dass der Kreisverband zur Zeit 1245 Mitglieder und 1270 Bienenvölker hat. Es fand eine Schulung am Bienenhof in Aschach statt. Die Imkerlehrfahrt ging nach Veitshöchheim zur Landesanstalt für Wein- und Gartenbau und Imkerei, dort gab es aktuelle Informationen zur Varroabehandlung. Gelegenheit zur Information bestand auch beim Bauernmarkt in Schwandorf im Herbst 2014.

Holzgartner stellte den neuen Gesundheitsbeauftragten des Kreisverbandes Wolfgang Gleissner aus Bodenwöhr vor. Der Imkermeister begann seine Tätigkeit 2001 als er zwei Bienenvölker geschenkt bekam. Heute umfasst seine Imkerei im oberen Bayerischen Wald und im Schwarzachtal 100 Völker. 2008 legte er die Gesellenprüfung und 2010 die Meisterprüfung ab. Von Anfang an führte er seine Bienenvölker ökologisch ohne Einsatz von chemischen Mitteln gegen die Varroamilbe. 2007 erfolgte die konsequente Zertifizierung als Bio-Imkerei, seit 2012 ist er im Bio-Land Verband.

Johann Kagerer informierte anschließend über die Königinnenzucht. Er verwies auf die Bedeutung der Imkerei, sicherten Honigbienen doch den Fortbestand. Während weniger Monate im Ablauf des Jahres, zum Höhepunkt der Bienensaison, sei die Aufzucht von Königinnen erfolgreich. Eine gute Abstammung sei wichtig. Damit können neue Völker aufgebaut und Lücken im Bestand geschlossen werden.

Auf engstem Raum

Ein Zuchtvolk muss hohe Kriterien erfüllen, an erster Stelle stehe die überdurchschnittliche Honigleistung als Garant für gute Wirtschaftlichkeit. Das Zuchtvolk soll friedfertig sein, ruhig und fest auf den Waben sitzen, geringe Schwarmneigung zeigen und widerstandsfähig gegenüber Krankheiten und Parasiten sein. Das Pflegevolk hat im Gegensatz zum Zuchtvolk, die Aufgabe aus dem Weiselzellen aufzuziehen. Viele Bienen auf engstem Raum seien das Erfolgsrezept für ein gutes Aufzuchtergebnis. Bei mangelnder Tracht im Frühjahr soll eine Reizfütterung mit Honiglösung erfolgen. Kagerer erinnerte daran, dass die Königinnenzucht streng termingebunden ist und durch die Entwicklungszeiten der Königinnen bestimmt wird.
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