Josef Pfeiffer feiert seinen 95. Geburtstag
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Lokales
Nabburg
15.01.2015
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Ein Schild über einem Schaufenster des ehemaligen Ladens mit der Aufschrift "Metzgerei seit 1717 - Josef Pfeiffer" erinnert an die traditionsreiche Familie in der Oberstadt. Der 95-Jährige blickte an seinem Geburtstag auf bedeutende Stationen seines Lebens zurück.

Der Jubilar wuchs mit zwei Geschwistern in der elterlichen Metzgerei auf, besuchte die Volksschule in Nabburg und wechselte ans Gymnasium der Franziskaner in Landshut. Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges beendete abrupt seine schulische Laufbahn. Kriegseinsätze schlossen sich an. Nach der Entlassung aus der amerikanischen Gefangenschaft am 1. Juli 1945 in Bad Kreuznach übernahm der 25-Jährige das Geschäft seiner Eltern Hans und Babette.

Im November des vorletzten Kriegsjahres trat Josef Pfeiffer mit Anni Busse aus dem Saarland im Dom seiner Heimatstadt vor den Traualtar. Aus dieser Ehe gingen zwei Mädchen und zwei Buben hervor. Auch fünf Enkel und zwei Urenkel sprachen die Glückwünsche aus. Vielfältig engagierte sich Josef Pfeiffer in seiner Geburtsstadt: Er hatte von 1966 bis 1978 Sitz und Stimme im Stadtrat, wirkte in Vereinen mit, ist Gründungsmitglied des Fremdenverkehrsvereins und das älteste Mitglied des CSU-Ortsverbandes. Der Jubilar geht als erster Gästeführer in die städtischen Annalen ein und zählt als Ehrenmitglied zu den Ältesten des Bürgervereins.

Die "historische Metzgerei" schloss 1980 ihre Pforten. Die Ehefrau verstarb vor vier Jahren kurz vor Vollendung ihres neunten Lebensjahrzehnts. Seit eineinhalb Jahren obliegt die fürsorgliche Betreuung des Vaters Sohn Maximilian und Schwiegertochter Lilli. Das ausführliche Lesen der Tageszeitung gehört zur allmorgendlichen Lektüre des 95-Jährigen.
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