Kapriolen zur Kultur

Eigene Songs und Dylan-Klassiker spielten die Regensburger "Oldfolks". Bilder: kbw (2)
Lokales
Nabburg
21.08.2015
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Ganz im Zeichen von Wetter-Apps und banger Beobachtung des Regenradars standen heuer die 21. Schmidtsommernächte. So viel vorweg: Das Rheinische Grundgesetz "Et hätt noch immer jot jejange" wurde am Wochenende eindrucksvoll auch in Nabburg - genauer im Innenhof des Schmidt-Hauses - bestätigt.

Kräftige Gewitter waren vorausgesagt für Freitag, dem Kinoabend mit der Westernparodie "Cat Ballou, hängen sollst du in Wyoming". Heftiges Wetterleuchten und kräftige Böen sorgten schon während des Films für eine spannende Szenerie zu klassischem Zugüberfall mit Lohngeldraub. Und genau zu dem Zeitpunkt, als Jane Fonda vom Galgen gerettet, mit ihrem neuen Glück, sowie Retter Lee Marvin in ein neues Leben unterwegs war und der Abspann lief, kam der angekündigte Regenguss "just in time". Offensichtlich setzte das Gemeinschaftserlebnis, etwas gemeinsam zu einem guten Ende gebracht zu haben, eine besondere Gruppendynamik frei.

In allerbester Laune rettete das gesamte Publikum blitzschnell Beamer, Tontechnik und Bestuhlung ins Trockene. Eine tolle Stimmung herrschte am Samstag schon nach kürzester Zeit. Die "Oldfolks" aus Regensburg boten den zahlreichen Besuchern eigene Songs und Klassiker von Bob Dylan auf ihre ganz besondere Art. Die "Folks" haben es einfach drauf! Wolfgang Berger gibt am Bass den Rhythmus vor, Yankee Meier zaubert eine Klangfülle mit Groove aus seiner Gitarre, Sepp Frank wirbelt virtuos auf dem Akkordeon.

Zweistimmiger Gesang stellt die drei "Oldies" vor keinerlei Probleme, der Sepp bringt den großen Robert Allen Zimmerman original, "nur" ohne das typische Näseln des Meisters. Nach drei Zugaben, vielen Verbeugungen, jubelndem Publikum gibt es ein Déjà-vu. Regen setzt ein, wieder "perfektes Timing".

Den lauen Nächten der Vortage folgte zum Frühschoppen am Sonntag bedeckter Himmel mit kühleren Temperaturen. Zu Weißwurst, Lachs, Heringssalat oder klassischem Frühstück lieferten Michael von Benkel, Alexander Laudenbach und Ex-Antenne-Bayern-Moderator Edmund Soutschek gekonnt selbst gemachte, ansprechende ruhige, gefühlvolle Songs, wobei beim Boss von "Between" der ehemalige Beruf des Antenne-Bayern-Moderators bisweilen durchbrach. Einem gepflegtem Ratsch konnte dann auch der, obligatorisch für diese Schmidtsommernächte, zu Mittag einsetzende Nieselregen nichts mehr anhaben. Man verzog sich einfach unter Sonnenschirm oder Dach.

Die 21. Schmidtsommernächte bleiben in Erinnerung. Sie boten eine "spannende" Wetterlage mit Happyend, ein äußerst aktives und begeisterungsfähiges Publikum, perfekte Musiker und ein rühriges Forum-Team, das nicht nur die "himmlischen" Kapriolen gelassen meisterte.
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