"Kraftfutter" für die Zukunft

Lokales
Nabburg
12.02.2015
1
0

Die Staatliche Berufschule verabschiedete an ihrer Nabburger Außenstelle insgesamt 112 Schüler. Ihnen gratulierten Repräsentanten des öffentlichen Lebens. Handwerkskammervizepräsident Albert Vetterl zitierte dabei den Kölner Volksschauspieler Willy Millowitsch.

(jua) "Zwei oder mehr Jahre Berufsausbildung liegen hinter ihnen. Vieles, was Sie dabei kennen gelernt haben und erledigen mussten, war Ihnen vielleicht fremd oder schien Ihnen unnötig. Da waren aber auch", so erläuterte Oberstudiendirektor Ralf Bormann in seiner Rede, "die vielen interessanten und spannenden Momente, durch die man Bestätigung erfuhr". Der Leiter des Beruflichen Schulzentrums in Schwandorf bedankte sich während der Entlassfeier bei den Betrieben, den dualen Partnern in der Ausbildung, für die gute Zusammenarbeit. "Sie stellen den Ausbildungsplatz und eröffnen unseren jungen Leuten damit eine Perspektive für die Zukunft", fügte er an. Auch die Lehrkräfte, welche mit Ausdauer, Hartnäckigkeit und im richtigen Moment mit der richtigen Portion Humor ihre Arbeit an der Schule machen, sowie das Organisationsteam dieser Veranstaltung, allen voran Außenstellenleiterin Rosina Pimmer, schloss er in seinen Dank mit ein.

An Leitsätze denken

Durch die demografische Entwicklung geht die Zahl der jungen Leute zurück. Bereits jetzt stehen Unternehmen in Konkurrenz auf der Suche nach Fachkräften. Drei Leitsätze gab Bormann den Absolventen mit auf den Weg: "Bildung ist nicht auf die Schule begrenzt. Sie geht unerbittlich weiter bis ans Lebensende. Je weniger wir werden, desto besser müssen wir werden, und gute Bildung kostet Geld, schlechte Bildung Kopf und Kragen!"

Landrat Thomas Ebeling hielt seine Rede gewohnt kurz: "Sie haben nun das Rüstzeug und können auf dem Arbeitsmarkt bestehen". Der Ehrengast wünschte den Absolventen alles Gute für den weiteren Lebensweg. Bürgermeister Armin Schärtl sprach von einem soliden Fundament, welches nun für das Berufsleben errichtet worden sei. Karl Sesselmeier von der IHK Regensburg erwähnte auch, dass eine lebenslange Weiterbildung zum Erfolg führe.

Viel, aber nicht alles wissen

Mit einer humorvollen Ansprache hatte Albert Vetterl viele Lacher auf seiner Seite. Der Vizepräsident der Handwerkskammer Niederbayern/Oberpfalz aus Teublitz zitierte Willy Millowitsch mit den Worten "Die Liebe ist vergänglich, der Durst bleibt lebenslänglich" - womit er den Wissensdurst meinte. Er bezeichnete die künftig hoffentlich kräftigen Weiter- und Fortbildungen als das Kraftfutter für die Zukunft. "Man muss allerdings nicht unbedingt wissen", fügte er seinen Ausführungen scherzend hinzu, "dass eine Ratte ohne Wasser länger leben kann als ein Kamel, oder dass ein Stachelschwein durchschnittlich 30 000 Stacheln hat"! Er bedankte sich am Ende bei Landrat Thomas Ebeling für die hohe Investition in das Berufliche Schulzentrum in Schwandorf.

Kreishandwerksmeister Christian Glaab konnte - wie er selbst schmunzelnd zugab - diese Vorrede nicht mehr toppen. Er legte allerdings den Absolventen, die einmal selbst ausbilden können, ans Herz, Geduld an neuen Lehrlingen zu üben. Schülersprecher Sebastian Jäck bedankte sich bei den Lehrkräften und den Eltern, die doch - so gab er zu - manchmal mit ihren Ratschlägen nicht so unrecht hatten. Für die musikalische Begleitung sorgten Schüler der Naabtal-Realschule unter der Leitung von Musiklehrer Bernd Schöttl.
Weitere Beiträge zu den Themen: Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.