Kreativ und preiswürdig

Die Studierenden der Fachakademie für Raum- und Objektdesign in Cham beteiligen sich an der Ausstellung "Handwerk" im Freilandmuseum Neusath-Perschen, die noch bis Oktober zu sehen ist.
Lokales
Nabburg
27.07.2015
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Die Absolventen der Fachakademie für Raum- und Objektdesign haben die Seiten gewechselt. Als Schreiner setzten sie die Pläne der Architekten um. Jetzt entwickeln sie eigene Ideen zur Gestaltung von Räumen und Möbeln.

So wie Lenz Gimpl (29) aus Saldenburg im Landkreis Freyung-Grafenau und Bastian Prieler (26) aus Landshut. Die beiden Schreinermeister besuchten zwei Jahre lang die Fachakademie in Cham und schlossen den Lehrgang als Beste ab. Dafür überreichte ihnen Bezirkstagspräsident Franz Löffler bei der Abschlussfeier am Samstag im Freilandmuseum Neusath-Perschen den Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung.

Das Zeugnis der Fachakademie erhielten ferner Marco Braun (Furth im Wald), Tim Flatau (Osnabrück), Manfred Hirt (Geisenhausen), Friedrich Katz (Schwabach), Johannes Meier (Nürnberg), Hannes Rosemann (Altenstadt), Thomas Spierhansl (Regen) und Milan Trimpin (Freiburg).

Seit vielen Jahren sei die Akademie auf den Fachmessen für Möbel und Design vertreten, sagte Bezirkstagspräsident Franz Löffler. Klar, dass sie sich mit Exponaten der Studierenden auch an der Ausstellung des Freilandmuseums "Handwerk" beteiligte. Mehr noch: Die Fachschule verlegte sogar die Feier des 26. Abschlussjahrgangs dorthin. Der Chamer Landrat Franz Löffler verabschiedete den stellvertretenden Akademie -Leiter Anton Preis, der seit 1991 an der Fachschule tätig war, in den Ruhestand. 300 Absolventen habe er in dieser Zeit begleitet und zum erfolgreichen Abschluss gebracht, so Löffler.

Für den Präsidenten der Handwerkskammer Niederbayern/Oberpfalz, Dr. Georg Haber, gewinnt der Werkstoff "Holz" zunehmend an Bedeutung. Der Schreiner sei "ein Traumberuf", der technische Fertigkeiten, Kreativität und Geschick erfordere. Doch die Zahlen der Bewerber seien rückläufig, wie Akademie-Leiter Reinald Baier bedauerte. Er wünschte sich eine größere Wertschätzung des Handwerks in der Öffentlichkeit. Eine Lehre liege "nahe dran am Bildungsideal". Sie finde nicht nur in den Klassenzimmern, sondern in erster Linie vor Ort an der Baustelle oder in freier Natur statt.

Das Freilandmuseum sieht Reinald Baier als Anlaufstelle für Architekten und Handwerker. Deshalb habe sich die Akademie auch an der Ausstellung "Handwerk" beteiligt, die noch bis Oktober zu sehen ist.
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