Kreisverband setzt auf Kontinuität

Alexander Pangerl (Dritter von rechts) steht weiter an der Spitze des CSA-Kreisverbandes. Unser Bild zeigt ihn im Kreis seiner Vorstandskollegen. Bild: ral
Lokales
Nabburg
28.10.2015
10
0

Die Mitglieder der Arbeitnehmerunion der CSU (CSA) vertrauen auf Alexander Pangerl: Bei der Kreisversammlung wurde der Amtsinhaber als Vorsitzender bestätigt. Neben den Vorstandswahlen und Ehrungen stand die aktuelle Politik im Mittelpunkt.

Hauptredner der Kreisversammlung im "Alten Pfarrhof" war Staatssekretär Albert Füracker. Er ging zunächst auf die Entwicklung der Staatsfinanzen ein. In den vergangenen elf Jahren seien in Bayern keine neuen Schulden mehr gemacht, sondern Mehreinnahmen erlöst worden. Der Freistaat bezahle jährlich 5,5 Milliarden Euro in den Länderfinanzausgleich. Derzeit laufen Bemühungen, diese Summe abzusenken. Füracker betonte: "Bayerns Steuergeld sollte am besten in Bayern ausgegeben werden". Von 16 Bundesländern bezahlen lediglich vier ein, während zwölf Gelder empfangen. Wichtig ist für den Staatssekretär auch die Funktionsfähigkeit der Kommunen. Dafür gebe es vom Freistaat eine Finanzausstattung über 8,4 Milliarden Euro - eine Rekordsumme laut Füracker.

Noch keine Lösung

Zum Thema Flüchtlinge sagte der Staatssekretär, dass die Möglichkeit bestehe, dass die Sozialsysteme in Gefahr geraten. Der Politiker gestand ein, dass im Moment noch keine endgültige Lösung des Problems in Sicht sei. In den Fluchtländern herrsche Chaos, Bürgerkrieg und Anarchie. Er verstehe jeden Einzelnen, der flieht. Wenn die Flüchtlingszahlen weiterhin so anhalten wie jetzt, werde die Hilfe für die, die sie wirklich brauchen, immer schwieriger.

Mithilfe nötig

Die Problematik werde in Deutschland von keiner anderen Partei so angesprochen wie von der CSU. Generell gelte ein "Ja" zur Integration von Bedürftigen. Füracker sprach sich aber für eine schnelle Bearbeitung von Fällen, die keinen Asylanspruch haben, und deren konsequente Abschiebung aus. Die Mithilfe der Nachbarländer sei unbedingt notwendig. Außerdem machte er klar, dass die Situation in den Herkunftsländern verbessert werden müsse.

Zuvor hatte CSA-Kreisvorsitzender Alexander Pangerl auf die vergangenen beiden Jahre zurückgeblickt. Neben der Kommunal- und der Europawahl, bei denen sich die CSA ebenfalls mit eingebracht habe, nannte der Redner noch weitere Aktionen und Betriebsbesichtigungen. In Absprache mit Bundestagsabgeordnetem Karl Holmeier sollen 2016 wieder Betriebsbesichtigungen stattfinden. Der CSA-Kreisverband hat laut Pangerl derzeit 119 Mitglieder und ist damit einer der mitgliederstärksten in der Oberpfalz. Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier bezeichnete die Halbzeitbilanz der Großen Koalition als sehr gut. Viele Gesetze seien auf den Weg gebracht worden, und Deutschland stehe so gut da wie schon lange nicht mehr. Diesen Umstand gelte es zu erhalten. In Sachen Flüchtlinge sagte Holmeier, dass alles getan werde, um die Situation richtig in den Griff zu bekommen.

Treue Mitglieder geehrt

Bei der Versammlung wurden außerdem langjährige Mitglieder geehrt. Für 55 Jahre wurden Stefan Bawidamann, Franz Hartl und Dr. Dyonis Jobst ausgezeichnet. Ein halbes Jahrundert gehören Ernst Kuttner und Josef Mehringer der CSA an. Für 45 Jahre wurden Franz Decker und Hans Doblinger geehrt, für 40 Jahre Rudolf Daubitzer, Peter Faltermeier, Anton Redl und Walter Schmalzbauer sowie für 35 Jahre Josef Stadlbauer. Seit drei Jahrzehnten halten Manfred Rodde und Franz Schenk der CSA die Treue. 20 Jahre lang sind Maximilian Beer, Andreas Feller, Georg Holzgartner, Reiner Kolloch, Erika Kraus, Emilia Müller, Alexander Pangerl, Gerhard Peter, Johann Peter, Rosemarie Rappel und Johann Schießl Mitglieder. Für 10 Jahre wurde Alexander Trinkmann ausgezeichnet.
Weitere Beiträge zu den Themen: Koalition (5296)Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.