Kurs auf das Leben einschlagen

Rektorin Hannelore Reil-Heining (links) und Konrektor Hans Vollath (rechts) zeichneten als Schulbeste (von links) Marie-Sofie Breu, Daniel Schmauß und Melina Messer aus. Bild: jua
Lokales
Nabburg
25.07.2015
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Nach einer umfangreichen "Flugausbildung" verabschiedete die Naabtal-Realschule ihre Schüler der zehnten Klassen. Sie erhielten die Zeugnisse - und damit das Ticket für eine selbst ausgewählte, vielleicht manchmal abenteuerliche Route durch das Leben.

Das Display auf der in der Aula stehenden Leinwand leuchtete auf und zeigte an: Time: 9.00 Uhr, Destination: Ins Leben, Flight: AK 2015. Konrektor Johann Vollath begrüßte am Freitagmorgen die Absolventen sowie die Eltern und Ehrengäste und wünschte ihnen in seiner Ansprache einen guten Flug. "Flugangst", so erklärte er, "braucht ihr nicht zu haben. Wie immer, greift das Begleit- und Bodenpersonal, die Eltern, bei einer defekten Bordküche oder anderen Problemen unterstützend ein".

Besonders hieß er auch die "Fluglehrer" willkommen, deren Ziel es war, keine Ausbildung zum Bruchpiloten zu vermitteln. Die Top- Ausbildung für zukünftige Flugrouten sollte dazu führen, auf die nächsten Lebensabschnitte vorbereitet zu sein.

Bürgermeister Armin Schärtl erzählte aus einer Fabel vom jungen und alten Frosch, in der der Senior den Tipp mitgab: "Was du machst, mach's mit Bedacht"! Das Stadtoberhaupt wünschte den Entlassschülern ein erfolgreiches Leben.

"Es ist vollbracht", so denken sicherlich manche Eltern und Schüler an so einem Tag, meinte Schulleiterin Hannelore Reil-Heining. "Jetzt könnt ihr abheben und in höhere Gefilde fliegen", schloss sie sich den Worten ihres Kollegen an. Die Rektorin bedankte sich bei den Fluglehrern, dem Bodenpersonal und dem Hauptflugbegleitern. Sie waren bildlich gesprochen die "Tankstelle" und zugleich der sichere Flughafen bei Orientierungsproblemen oder Kursänderungen.

Sie gab den Absolventen ein paar Gedanken mit auf den Weg, Sie sollten zum Beispiel Verantwortung übernehmen, auf Ehrlichkeit achten, sowie Optimismus und Offenheit einhalten. Damit, so war sie sich sicher, kann man ein sinnerfülltes, gesundes und glückliches Leben erreichen.

Elternbeiratsvorsitzende Andrea Brunner hatte in ihrer Abschiedsrede den vollen Kalender ihrer Tochter im Kopf. Neben Schulaufgaben vereinnahmten den Platz noch jede Menge Kirchweihen und alltägliche "Verpflichtungen", sei es Dirndl bügeln oder per WhatsApp Gruppenstunden planen. Dies sollte, erklärte sie, ein kleiner Trost für alle Eltern sein, die sich mehr Engagement für die Schule gewünscht hätten".

Erster Schülersprecher Lukas Lassmann und zweite Sprecherin Emily Klementa teilten sich ihre Rede. Zwei Varianten hatten sie auf ihren Blättern notiert. Zum einen die zukunftsorientierte - das Ziel mit viel Mut und Schaffenskraft erreichen - und zum anderen die aktuelle, in der durch den Abschied schon ein wenig Wehmut aufkam. Großen Applaus erhielt Lukas Lassmann, der mit einem selbst gedichteten Lied zu einer LaBrassBanda-Melodie die Klassenlehrer auf die Schippe nahm. Sologesänge von Eva Brunner und Leon Wittenzellner, Vorträge der Schulband und des Schulchores sowie der Bigband unter der Leitung von Johannes Doleschal gaben der Abschlussfeier eine fröhliche und zugleich festliche Note.
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