Mahlzeiten bunt machen

Elisabeth Obendorfer vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und die Fachreferentinnen Johanna Baumann und Christina Ruhland (von links) präsentierten Kindern und Eltern Vorschläge für ein gesundes Frühstück. Bild: hfz
Lokales
Nabburg
01.12.2014
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Im Frühstücksschlaraffenland konnten sich die Kleinen des Kindergartens St. Marien fühlen. Zum Auftakt der Aktion "Gesund und fit im Kinder-Alltag" durften sie sich ihre Brotzeitdose füllen

Was packe ich meinem Kind heute in die Brotzeitbox? Vor dieser Frage stehen viele Eltern jeden Morgen. Bei der Frühstückswoche im Kindergarten St. Marien gab es Tipps für ein gesundes Frühstück und eine abwechslungsreiche Brotzeit. Dafür durften die Kinder ausnahmsweise mal mit einer leeren Dose in den Kindergarten kommen und diese dort zusammen mit den Eltern füllen. Vollkornbrot mit Käse, mundgerecht geschnittenes Obst und Gemüse oder liebevoll gesteckte Wurst-Käse-Spieße waren im Angebot. Darüber hinaus hatten Diplom-Oecotrophologin Johanna Baumann und die hauswirtschaftliche Betriebsleiterin Christina Ruhland auch viele Informationen für Kinder und Eltern und standen für Fragen zur Verfügung.

Die Frühstückswoche unter dem Motto "Das schmeckt und hält uns fit - Frühstücksschlaraffenland für Kita-Eltern und ihre Kinder" ist der erste Baustein des Projekts "Gesund und fit im Kinder-Alltag", das das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schwandorf in Zusammenarbeit mit dem Kindergarten St. Marien gestartet hat. Angesprochen werden dabei Eltern und ihre Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. Im Laufe des Kindergarten-Jahres wird es immer wieder Aktionen und Angebote zum Thema gesunde Ernährung und Bewegung geben.

Bei der Frühstückswoche hatten die Fachreferentinnen auch einige Beispiel-Brotzeitboxen bestückt. Etwa mit einem kornigen Käsebrot und dazu buntem Obst und Gemüse, mit einem Beeren- Quark und Knäckebrot, mit einem Frischkäsebrot und einem Apfel, mit Gemüse-Sticks und Dip oder mit bunten Wurst-Käse-Spießen und einer Vollkorn-Stange. Den Durst löschen Früchtetee, Apfelschorle oder Wasser. "Essen hat etwas mit genießen zu tun", betonte Johanna Baumann und riet den Eltern, sich nicht unter Druck zu setzen, auch wenn ihre Kinder phasenweise weniger essen oder bestimmte Lebensmittel nicht mögen.

Oftmals müssten Kinder unbekannte Speisen mehrmals probieren, bevor sie auf den Geschmack kommen. Außerdem solle man den Kindern von allem etwas anbieten - allerdings mit der Faustregel reichlich pflanzliche Lebensmittel und Getränke, mäßig tierische Lebensmittel und sparsam Fette und Süßes. Wichtig ist für Johanna Baumann auch einmal am Tag ein warmes, möglichst selbst gekochtes Essen. Frisches Gemüse, Salat oder Obst passen zu jeder Mahlzeit und machen sie bunt.

Eltern haben auch beim Ess-Verhalten eine wichtige Vorbildfunktion; wenn sie abwechslungsreich und ausgewogen essen, werde dies auch für das Kind selbstverständlich. Obwohl von der Werbung oft als gesund angepriesen, seien die sogenannten Cerealien kein geeignetes Frühstück, sondern gehören laut Johanna Baumann zu den Süßigkeiten. Die drei Bausteine Getreide in Form von Brot oder Müsli, Gemüse/Obst und Milchprodukte machten hingegen ein gesundes Frühstück aus.
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