Martin Schottenheim, früherer Vorsitzender der Landsmannschaft, verstorben
In München der Heimat nahe

Lokales
Nabburg
19.06.2015
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Eine große Trauergemeinde erwies auf dem Gemeindefriedhof in Vaterstetten Martin Schottenheim die letzte Ehre. Er war eine Woche zuvor bei Baumpflegearbeiten tödlich verunglückt.

Martin Schottenheim wurde am 1. August 1939 in Höflarn bei Nabburg geboren. Nach dem Besuch der Volksschule ging er nach München, um im Betrieb seines Onkels den Beruf des Buchdruckers zu erlernen. Später legte er die Meisterprüfung ab und blieb bis zum Ende seiner beruflichen Laufbahn dem Druckgewerbe treu. 1966 trat er der Landsmannschaft Nabburg und Umgebung in München bei, wurde drei Jahre später zum zweiten Vorstand gewählt und übernahm im Januar 1979 das Amt des ersten Vorsitzenden. Somit trat er in die Fußstapfen seines Onkels Alois Schottenheim, des Ehrenbürgers der Stadt Nabburg, der bis zu seinem Tod im Jahr 1968 an der Spitze der Landsmannschaft stand. Martin Schottenheim führte den Verein mit großem Erfolg bis zu seinem Rücktritt im Jahr 2003. In diesen Jahren verfestigte er die Beziehungen zur Heimatstadt. Ausdruck waren die gemeinsamen Weihnachtsfeiern mit dem Bürgerverein und die Besuche der Landsmannschaft beim Mittelalterlichen Markt. Im Januar 2014 ernannten ihn die Mitglieder in Würdigung seiner Verdienste zum Ehrenvorsitzenden. Martin Schottenheim engagierte sich auch in der Arbeitsgemeinschaft der Oberpfälzer Heimatvereine in München und wurde 2005 mit dem Ehrenschild der Arge ausgezeichnet. Sicher einer der vielen Höhepunkte seines erfolgreichen Wirkens war die Organisation der Sitzweil im Jahr 1988, welche die Stadt Nabburg inhaltlich gestaltete.

In seinen Worten am Grab betonte Johann Brandl, der jetzige Vorstand der Landsmannschaft, die großen Verdienste des Verstorbenen. Der Verein verliere mit Martin Schottenheim ein treues, engagiertes und hochgeachtetes Mitglied. Karl Beer, der Vorsitzende des Bürgervereins, der neben einer großen Zahl von Verwandten aus Nabburg angereist war, hob besonders die enge Verbindung zur Heimat hervor, die Martin Schottenheim stets gerne aufrecht erhielt.
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