Mehr Freiraum für die Schüler

Zwischen Trakt I (rechts) und Trakt II (links) können sich die Schüler in Zukunft während der Pausen auch aufhalten. Dazu legte der Architekt ein neues Gestaltungskonzept vor, dem der Bauausschuss des Kreises, des Schulträgers, zustimmte. Bild: Amann
Lokales
Nabburg
12.11.2015
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Die Realschule braucht mehr Platz für die Pausen. Deswegen musste die Sanierungsplanung erweitert werden. Dadurch kommen auf den Landkreis Mehrkosten zu.

Zunächst war gedacht, im Zuge der Sanierung der Naabtal-Realschule nur den Pausenhof des Traktes II neu zu gestalten. Zusammen mit dem Innenhof von Trakt I konnten dadurch maximal 1400 Quadratmeter zur Pausennutzung für die Schüler gewonnen werden - deutlich zu wenig, meinte die Regierung der Oberpfalz. In der schulaufsichtlichen Genehmigung gab sie den Hinweis, dass es für den tatsächlichen Bedarf eine Richtschnur gebe: An drei bis fünf Quadratmetern pro Schüler habe man sich zu orientieren. Was im konkreten Fall bedeutet: Bei rund 800 Kindern und Jugendlichen sind 2400 bis 4000 Quadratmeter nötig. Architekt Christian Schönberger fand schließlich in Zusammenarbeit mit seinem Bruder, dem Landschaftsplaner Korbinian Schönberger, eine Lösung, die insgesamt etwa 2600 Quadratmeter Fläche bietet.

Diese neue Freianlagenplanung stellte er am Dienstag dem Bauausschuss des Landkreises vor, der am Landratsamt tagte. Ins Konzept bezog er die bislang asphaltierte und zum Teil auch befahrene Fläche zwischen den beiden Trakten der Schule ein. Er entwarf für diesen Bereich in eingefärbten Asphalt integrierte Insel-Zonierungen, die bepflanzt, mit Steinen oder Holz abgedeckt und am Rande mit Sitz- und Aufenthaltsgelegenheiten versehen werden. Dadurch lassen sich Flächen erzeugen, die sich auch zur Pausennutzung eignen. Und die beschränkte Durchfahrt in Richtung Berufsschule ist weiterhin möglich. Ein zusätzlicher Vorteil ist in der Neugestaltung der Eingangssituation in den Trakt II und der damit verbundenen Reduzierung der derzeit wuchtig wirkenden Treppenanlage zu sehen.

Die ursprüngliche Pausenhofplanung war von Kosten in Höhe von einer halben Millionen Euro ausgegangen. Die Umplanung beansprucht weitere 330 000 Euro. Der Ausschuss nahm den neuen Plan auf Empfehlung des Landrats Thomas Ebeling einstimmig an.

Auf den aktuellen Stand der gesamten Baumaßnahme ging Liegenschaftsverwalterin Michaela Gottmeier in ihrem Hochbau-Bericht ein. Demnach sind die Arbeiten an Dach-Fassade-Fenster, die für die gesamte Gebäudehülle während des Jahres 2015 ausgeführt werden, derzeit in vollem Gange. Die Fenster sind bereits alle neu eingebaut, und auch das neue Wärmedämm-Verbundsystem ist schon montiert. Für den Teilbereich der keramischen Fassadenbekleidung ist inzwischen die Unterkonstruktion angebracht, die Keramik folgt in Kürze. Alle Pultdachaufbauten sind fertig, im Flachdachbau werden gerade die Anschlüsse hergestellt.
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