Menschen wie Christus annehmen

Im Stephanusheim luden Stadt, katholische sowie evangelische Kirche zum Neujahrsempfang. Bild: ral
Lokales
Nabburg
07.01.2015
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Gemeinsam begrüßten die Stadt und die beiden Kirchen das Jahr 2015. Beim Neujahrsempfang stand heuer die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen im Mittelpunkt.

In diesem Jahr war die evangelische Kirche Gastgeber des Neujahrsempfangs. Im Stephanus-Heim begrüßte die stellvertretende Vertrauensfrau Evi Thanheiser Bürgermeister Armin Schärtl mit dem Stadtrat, Stadtpfarrer Hannes Lorenz sowie den gesamten Pfarrgemeinderat. Sie tat dies in Vertretung von Pfarrerin Irene Friedrich, die aus gesundheitlichen Gründen verhindert war, an der Veranstaltung teilzunehmen.

Für die evangelische Kirchengemeinde sprach im Anschluss Vertrauensmann Günter Holter. Er stellte die Veranstaltung unter die ökumenische Jahreslosung "Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob". Dieses Zitat sei ein gutes Motto für das bevorstehende Jahr. Holter verwies zum Beispiel auf die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen in Nabburg. Nicht Misstrauen und Ablehnung sollen im Mittelpunkt stehen, sondern die Menschen anzunehmen, wie sie sind. Das sei in Nabburg geschehen. Holter nutzte die Gelegenheit, für die Betreuung und Aufnahme der Flüchtlinge zu danken.

Im Namen der Stadt wünschte Bürgermeister Armin Schärtl ein gutes neues Jahr und blickte kurz auf die vergangenen zwölf Monate zurück. Auch er dankte für die Aufnahme der Kriegsflüchtlinge und die Gründung des Arbeitskreises durch die evangelische Kirchengemeinde.

Stadtpfarrer Hannes Lorenz freute sich, dass der neue Pfarrhof bereits bezogen wurde. Es sei zu hoffen, dass es auch bei der Spitalkirche wieder Fortschritte gibt, nachdem die Differenzen mit dem Denkmalamt geklärt sind. Der evangelischen Kirchengemeinde wünschte er, dass sie in diesem Jahr mit dem Neubau ihres Gemeindezentrums beginnen könne. Große Resonanz habe der im Fernsehen übertragene Gottesdienst erzeugt. Das nächste Mal wird am 1. Mai aus Nabburg gesendet.

Zum Thema Kriegsflüchtlinge sagte der Geistliche, dass die katholische Kirchengemeinde keinen weiteren Arbeitskreis als Konkurrenz zur evangelischen Kirche einrichten werde. Dieser sei ja bereits ökumenisch besetzt. In Absprache mit dem Landratsamt werden aber in den Kindergärten Plätze geschaffen und entsprechendes Betreuungspersonal zur Verfügung gestellt. Heuer will die Kirchengemeinde außerdem mit Bischof Fritz Lobinger beim Pfarrfest am 21. Juni dessen diamantenes Jubiläum feiern.
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