Menschlicher Brandschutz

Geschätzte 1,3 Millionen Euro werden im Inneren des Jugendwerks verbaut, unter anderem muss der technische Brandschutz dem neuesten Stand angepasst werden. Bei Veranstaltungen, wie beispielsweise Faschingsbälle, stehen Feuerwehrmänner parat. Bild: Held
Lokales
Nabburg
25.01.2015
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Findet im katholischen Jugendwerk eine größere Veranstaltung statt, müssen zwei Feuerwehrleute in Uniform Wache schieben. Das ist Pflicht bis der Brandschutz technisch erneuert ist. Doch es steht noch mehr an. Das dauert und kostet.

Die Sanierung aus den 90er Jahren soll abgeschlossen werden. Brandschutz und Haustechnik werden ersetzt. Das Gebäude wird barrierefrei und energetisch ertüchtigt, wie es im Fachjargon heißt. "Außen verändert sich nichts", informierte Bürgermeister Armin Schärtl den Bauausschuss im Rathaus. Das Geld wird ausschließlich innen verbaut. Die Kosten werden auf 1,3 Millionen geschätzt. Der Bauausschuss stimmte den Plänen uneingeschränkt zu.

Der Bürgermeister brachte es auf einen knappen Nenner: "Entweder machen oder zusperren." Der Bauausschuss stellte das Signal auf "machen". Wie Pfarrer Hannes Lorenz auf NT-Nachfrage mitteilte, gliedern sich die Arbeiten in drei Teilbereiche auf, den Abschluss der nicht vollendeten Renovierung aus den 90er Jahren, der Anpassung des Brandschutzes an die heutigen Erfordernisse und die Renovierung der Technik. Die bestehende Heizung wird komplett rückgebaut und ebenso wie die Lüftung erneuert. Erdgeschoss und erster Stock bleiben baulich unverändert.

Die Flächen über dem Saal werden stillgelegt, sind nicht mehr nutzbar. Ein Aufzug sichert die Barrierefreiheit. Rollstuhlfahrer können dann problemlos in den Saal kommen. Wie in der Sitzung des Bauausschusses deutlich wurde, muss auch der Parkettboden raus, weil die Lager, auf denen er verlegt ist, marode sind. Die Trennwand, um den Saal zu verkleinern, hat ebenfalls die Anforderungen, die heute an den Brandschutz gestellt werden, zu erfüllen, das heißt es gibt eine neue. Lorenz hofft, 2016 die Maßnahme anpacken zu können und rechnet mit einem Jahr Bauzeit. Er geht davon aus, dass die Diözese Regensburg 40 bis 45 Prozent an Fördermitteln beisteuert.

Außerdem rechnet er mit einem Zuschuss von der Stadt Nabburg. Und wenn alles erledigt ist, darf auch der menschliche Brandschutz im Jugendwerk wieder abziehen. Dann übernimmt die Technik.
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