Mit Liedern für das Herz

Die Kultband "Seer" aus Österreich begeisterte das Publikum in der Nordgauhalle. Bild: weu
Lokales
Nabburg
14.11.2014
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Charmante Interpreten, harmonische Melodien und ansprechende Texte - mit diesen Trümpfen begeisterten die "Seer" ihre Fans in der Nordgauhalle. Da gab es auch eine Weihnachtsgeschichte zum Lachen zu hören.

Den Auftakt zu ihrer Deutschland-Tournee machten die "Seer", die in Österreich Kultstatus haben, in Nabburg. Zu dem Lied "Mia san Freind fürs ganze Leben" traten die acht Musiker auf die Bühne, griffen zu ihren Instrumenten, und der Funke zum Publikum war bereits übergesprungen. "Staad" hieß der Titelsong des gleichnamigen Konzerts, das auch ruhigere Titel enthielt. Allerdings ging es mit dem fetzigen "1,2,3,4, Cha-cha-cha" zunächst flott weiter.

Der musikalische Kopf der Gruppe, Alfred Jaklitsch, der auch die Lieder komponiert, moderierte das einzige Konzert in der Oberpfalz in seiner charmant humorvollen Weise. Er habe im Internet nachgeschaut, was bei "Bayern" alles zu finden sei. Als beliebteste Vornamen gelten Thomas und Maximilian sowie Sophie, Sarah und Sabine. Huber und Gruber seien die am häufigsten vorkommenden Nachnamen. Der Dialog mit dem Publikum entstand auch bei Fragen wie "Wer ist Hunde- oder Katzenbesitzer?" und "Wie heißt der beliebteste bayrische Spruch?"

"Tipps" zu Weihnachten

Einige Titel wiesen schon auf die Weihnachtszeit hin. "I wünsch ma Di" oder das zu Herzen gehende "Die erste Weihnacht ohne Di" veranlasste Alfred Jaklitsch zu Gedanken über das Fest. "Weihnachten braucht Regeln", stellte er fest und gab nicht ganz ernst gemeinte Tipps dazu: "Ausufernde Beleuchtungen, richtige Berieselungsmusik, den Rehbraten von der Autobahn und Geschenke, die man nicht braucht." Schwungvoll ging es weiter mit "Im Himmel wird a Engerl vermisst", bei dem Astrid Wirtenberger als Solistin auftrat. Liebe, Freundschaft, Versöhnung und Gefühle sind die bedeutsamen Inhalte der gefühlvollen Lieder wie "Perfekte Liab", "Hallo Papa!" und "Viel zuviel Gfühl".

Gänsehaut-Feeling kam auf bei dem Lied "Oma, wie fühlt se denn da Himmel o?", das Sabine Holzinger zusammen mit Mario Pecoraro am Keyboard präsentierte. Vor Weihnachten wird es auch immer wichtig, liebe Menschen im Herzen zu tragen, was Astrid Wirtenberger, begleitet vom Gitarristen Thomas Eder, in "I mechad nie mehr ohne Di sei" besang. Treue, Heimat und Freundschaft wurden als wichtige Faktoren in "Was wirklich zählt" vermittelt.

Publikum gefiel es

Die Lacher hatte Alfred Jaklitsch auf seiner Seite, als er die Weihnachtsgeschichte in moderner Form erzählte. Da wurde auf Facebook zu einer Volkszählung aufgerufen, was Maria und Josef gleich "liketen". Der Stern über Bethlehem ließ sich noch dazu durch GPS-Daten ermitteln.

Die bayrisch-österreichische Freundschaft wurde in "Auf bayrisch-steirisch Rock 'n' Roll" gefestigt, zu dem das Publikum verschiedene Bewegungen machte. Nach einem lustigen Weihnachtsgedicht hieß es langsam Abschied zu nehmen. Nach einigen Zugaben und tosendem Applaus gingen die "Seer" von der Bühne.
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