Mühlweg: Noch keine Fortschritte

Das Areal am Mühlweg ist schon längere Zeit ein Thema im Stadtrat. Eine Lösung, wie und ob das Gelände wieder bebaut wird, ist derzeit nicht in Sicht. Bild: Völkl
Lokales
Nabburg
23.03.2015
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SPD-Stadtrat Josef Götz sprach von einem "Schandfleck" und befürchtete, dass das Areal am Mühlweg nach dem Hausabbruch zu einem Dauerzustand werden könnte. "Wie geht es weiter?", fragte er Bürgermeister Armin Schärtl bei der Stadtratssitzung.

Götz' Anfrage bezog sich nicht nur auf die brachliegende Fläche, sondern auch auf den beschädigten Giebel des angrenzenden Hauses. "Wir stehen in der Verantwortung den Bürgern gegenüber", betonte Götz, dass sich seiner Ansicht nach in diesem Bereich dringend etwas bewegen müsste.

Gespräche geführt

Stadtoberhaupt Schärtl entgegnete, dass er Gespräche wegen des Giebels geführt und auf die Möglichkeit hingewiesen habe, eventuell Mittel aus dem kommunalen Förderprogramm in Anspruch zu nehmen, um eine finanziell schulterbare Lösung zu finden. "Dann gibt es aber noch den Torso des teilweise abgerissenen Mühlweg 2", machte der Bürgermeister deutlich, dass das nur die eine Seite des Problems ist. CSU-Fraktionssprecher Hans-Georg Dobler entgegnete: "Wenn das jedes Mal öffentlich angesprochen und nicht mit dem Eigentümer Kontakt aufgenommen wird, wird er mit Sicherheit nicht motiviert, dort etwas zu machen". Dem widersprach Evi Thanheiser im Namen der SPD-Fraktion: Die Stadt habe bereits ein Angebot unterbreitet, das der Eigentümer allerdings abgelehnt habe. Sie appellierte an ihren Vorredner, als Sohn des Besitzers und als Stadtrat, der sich verpflichtet habe, dem Wohl der Stadt zu dienen, etwas zu erreichen. Bürgermeister Schärtl lud den Eigentümer daraufhin zu einem Gespräch im Rathaus ein, um in dieser Frage nach einer Lösung zu suchen.

"Moderate Mietanpassung"

Eine reine Routineangelegenheit war in der Stadtratssitzung die Bestätigung der Kommandanten der Feuerwehr Brudersdorf, Anton Schmal und Michael Kleierl, durch das Gremium. Sie erfolgte einstimmig. Eine "moderate Anpassung der Mieten" ist laut Bürgermeister Schärtl im Bereich der Bürgerspitalstiftung geplant. Einstimmig beschloss der Stadtrat den Haushalt für dieses Jahr. Sein Volumen sinkt im Vergleich zum Vorjahr deutlich und liegt heuer bei insgesamt 83 200 Euro. Für den Verwaltungshaushalt sind 73 400 (-52,8 Prozent im Vergleich zu 2014) Euro eingeplant, im Vermögenshaushalt 9800 (-92 Prozent).

Den Einbau der Digitalfunkgeräte für die vier Ortsfeuerwehren übernimmt die Firma Karl Spiller Funktechnik aus Vohenstrauß. Einstimmig erteilte der Stadtrat dem günstigsten Bieter den Auftrag. Der Einbau kostet demzufolge 10 455,34 Euro.
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