Nach dem Essen an die Arbeit

Die Teile des alten Austragshauses wieder zusammensetzen: Diese Mammutaufgabe schultern die Mitarbeiter des Bauhofes im nächsten Jahr im Oberpfälzer Freilandmuseum. Bild: Tietz
Lokales
Nabburg
13.11.2014
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65 000 Besucher werden bis zum Jahresende im Oberpfälzer Freilandmuseum erwartet. Obwohl noch ein paar Veranstaltungen sind, laufen die Vorbereitungen für 2015 schon auf Hochtouren. Passend zum Jahresthema "Handwerk" entsteht ein Höhepunkt aus einem Puzzle.

Die Saison im Freilandmuseum ist zwar am ersten Novemberwochenende zu Ende gegangen, der Terminkalender ist deswegen aber noch nicht leer: So steht zum Beispiel noch die alljährliche Herbergssuche auf dem Programm. Bis zum Jahresende rechnen die Museums-Verantwortlichen mit rund 65 000 Besuchern. "Damit sind wir sehr zufrieden", kommentiert Museumsleiterin Dr. Birgit Angerer diese Zahlen. Die Gästezahl bewegt sich damit in etwa auf dem Niveau der Vorjahre. Nur im vergangenen Jahr schlug sich das schlechte Wetter massiv auf die Besucherresonanz nieder.

Große Resonanz

Das Jahresmotto im Museum lautete "Zum Eß'n mou alles zamkumma". Neben den jährlich wiederkehrenden festen Terminen befassten sich zahlreiche Angebote mit diesem Schwerpunktthema: "Es waren sehr qualitätsvolle Veranstaltungen", blickt Leiterin Dr. Birgit Angerer zum Beispiel auf Vorträge, Sonderführungen und Kurse zurück. Auf große Resonanz stießen auch die den vier Jahreszeiten zugeordneten Märkte. Ein Besuchermagnet (siehe grüner Kasten) war wieder der "Tag der alten Haustierrassen". Er stellte das Oberpfälzer Rotvieh in den Vordergrund.

Mittlerweile sind auch die baulichen Arbeiten an der neuen Handwerkerhalle und dem Depot des Museums gänzlich abgeschlossen. Dennoch wartet im Depot noch einige Arbeit: "Die Stücke müssen geordnet und inventarisiert werden", schildert Dr. Angerer.

"Wer will fleißige Handwerker sehn": So lautet das Motto des Jahres 2015. Im Mittelpunkt steht dabei ein Puzzle mit Hunderten von Teilen, das seit über einem Jahrzehnt auf dem Gelände des Museums deponiert ist: Das alte Köstlerwenzel-Austragshaus wird wieder aufgebaut. Dazu können die Besucher den Bauhofmitarbeitern des Museums zum Beispiel in der Handwerkerhalle über die Schulter schauen. Ein Steinmetz, ein Holzbildhauer und ein Schreiner werden darüberhinaus Kurse anbieten. Eine Sache liegt der Museumsleiterin sehr am Herzen: Mit Aktionen soll gerade bei Schülern das Gefühl für Denkmäler entwickelt werden. "Es ist mir ein großes Anliegen, dass wir die Sensibilität für alte Bauten schon bei jungen Leuten entwickeln".
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