Nachdenken mit jungen Leuten

Lokales
Nabburg
17.10.2014
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Die Jugend ist die Zukunft der Region. Wie lebt sie, was wünscht sie sich, wie will sie einmal leben, wenn sie hier bleibt? Diesen Fragen ging eine Denkwerkstatt nach, die am Gymnasium über die Bühne ging. Ein wichtiges Thema dabei: Vernetzung.

Teilgenommen haben an der zweistündigen Veranstaltung neben den beiden Bürgermeistern Armin Schärtl (Nabburg) und Richard Tischler (Pfreimd) auch zwei Nabburger Stadträte (Irene Ehemann und Peter Haas), vom Kreisjugendring Schwandorf Johannes Schirdewahn, Kreisjugendpfleger Stefan Kuhn und Dr. Carolin Hagl vom Studien- und Career-Service der Hochschule Amberg-Weiden. Dazu zahlreiche Schüler aus dem Gymnasium, der Realschule und der Mittelschule Nabburg. "Heute ist die Generation da, über die wir immer sprechen", sagte Dr. Ulrich Wieler mit Blick auf die jungen Leute schmunzelnd.

Wieler gehört zu einer Bürogemeinschaft aus Architekten und Stadtplanern mit dem Namen "Umbau Stadt", die in dieser Woche für fünf Gemeinden im Landkreis Schwandorf einen Nachdenkungsprozess moderiert, der einmal in Fördergelder der Europäischen Union für konkrete Projekte münden soll.

"Leben im Fluss" heißt der Oberbegriff der Überlegungen, die Nabburg, Pfreimd, Schwarzenfeld, Trausnitz und Wernberg-Köblitz gemeinsam anstellen. In diesen Gedankenspielen und Diskussionen kommt neben anderen wichtigen Themen auch die Jugend vor. So sollte am Donnerstag die "Jugendwerkstatt" die in einem Klassenzimmer des Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasiums abgehalten wurde, das Leben betrachten, wie es junge Leute in dieser Region sehen.

Dazu galt es, erst einmal Stärken und Schwächen des aktuellen Angebots herauszuarbeiten - etwa in den Bereichen Freizeit, Bildung und Mobilität. "Wir saugen alle Ideen wie einen Schwamm auf und sammeln die wichtigsten Projekte für eine Liste", skizzierte Dr. Wieler seine Rolle und die seiner Kollegen in diesem Prozess.

Wie sich zeigte, schätzen die Schüler viele Qualitäten der Region - bis hin zur Natur und den Möglichkeiten, die die Naab bietet. Natürlich gab es auch Wünsche. Teilnehmer aus Pfreimd und Wernberg-Köblitz wünschten sich zum Beispiel einen Jugendtreff, wie es ihn in Nabburg schon gibt. Man konnte sich auch ein übergreifendes Projekt auf dem Schulberg vorstellen, so dass sich die zahlreichen Schüler mittags nicht immer gleich in alle Richtungen zerstreuen. "Toll wäre auch ein zentraler Info-Pool, durch den man erfährt, was alles für junge Leute geboten ist", hieß es.

Wieler und seine Kollegen wollen das Gespräch mit den Jugendlichen einfließen lassen in den großen Zusammenhang der lokalen Bestandsaufnahme und Projektüberlegung. Dazu gehören dann auch die Ergebnisse der weiteren Denkwerkstätten "Bauen und Gebautes" vom Mittwoch in Schwarzenfeld und "Leben, Kaufen und Versorgung" gestern Abend in Pfreimd.
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