Name für Schule gefunden

Lokales
Nabburg
27.10.2014
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Der Name der Mundart-Autorin Maria Schwägerl passe sehr gut zum Profil des Sonderpädagogischen Förderzentrums Nabburg, hieß es. Warum das so ist, darum ging es bei einem besonderen Festakt an der Schule.

"Maria-Schwägerl-Schule" heißt ab jetzt das Sonderpädagogische Förderzentrum Nabburg. Zu diesem besonderen Festakt hatte die Schule eingeladen. Die Feier wurde mit einer kurzen Andacht und Segnung der Räumlichkeiten und des Friedenskreuzes im Foyer der Schule durch Pfarrerin Irene Friedrich und Pfarrer Hannes Lorenz begonnen.

"D'Schöll gaiht o", mit diesem Gedicht von Maria Schwägerl überraschte ein Schüler beim Festakt in der Realschule-Turnhalle die Besucher. Nach der humorvollen Eröffnung hieß Rektor Oliver Vogel neben Landrat Thomas Ebeling und Landtagsabgeordnetem Franz Schindler auch Altlandrat Volker Liedtke, Bürgermeister Armin Schärtl sowie Vertreter der Geistlichkeit, der Wirtschaft und verschiedener Schulen und Bildungseinrichtungen willkommen. Er freute sich besonders über den Besuch des Enkels von Maria Schwägerl, Dr. Thomas Schwägerl aus Nabburg. Der Sohn von Maria Schwägerl, Dr. Anselm Schwägerl, konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein und so las Rektor Vogel ein Grußwort von ihm vor.

Die Frage, "Warum haben wir Maria-Schwägerl-Schule gewählt?", führte Rektor Vogel im Folgenden aus. "Der Name der Mundart-Autorin passt sehr gut zum Profil unserer Schule", stellte er fest. Ihre in den Gedichten erkennbare starke Verbundenheit mit der Region passe gut zu den Schülern, die zum Großteil in ihrer Heimat leben und hier ihren Lebensunterhalt verdienen. Maria Schwägerl hatte auch einen besonderen Blick auf die Menschen der Region, den sie durch liebevolle Beschreibungen und Gefühlsempfindungen nach außen kehrte, betonte Vogel.

Ohne Vorurteile

Auch in der "Maria-Schwägerl-Schule" werde jeder Schüler unter Berücksichtigung seiner individuellen Besonderheiten ohne Vorurteile angenommen. "Ich wünsche der Maria-Schwägerl-Schule, dass sie ein Begriff wird für eine schulische Einrichtung, die individuelle Stärken bei Schülern erkennt und fördert, um ihnen die Teilnahme an einer erfolgreichen Ausbildung zu ermöglichen sowie ein Leben hier in der Oberpfalz ", sagte Rektor Vogel abschließend.

Landrat Ebeling hob in seinem Grußwort den guten Kontakt zur Schule hervor und dankte für die hervorragende Zusammenarbeit. MdL Schindler wünschte sich, dass gemäß der Universalkünstlerin Schwägerl die musische Bildung einen hohen Stellenwert bekomme. "Ich erinnere mich noch gut daran, als mir die Idee zur Namensgebung vorgesetzt wurde", meinte Altlandrat Liedtke, "und ich dies als gute Idee empfand ." So unterscheide sich das Nabburger Förderzentrum wohltuend von anderen. "Trotz Inklusion brauchen wir weiter die Förderzentren", lautete sein Credo.

Bürgermeister Schärtl beendete den Reigen der Grußworte mit dem Gedicht "Jackl, der Zahnweh hat" von Maria Schwägerl. Alle Grußredner lobten unisono die gute Idee, den Namen der Mundartdichterin aus der eigenen Heimat auszuwählen. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Lehrercombo der Naabtal-Realschule mit flotten Rhythmen. Abschließend waren die Gäste zu einem Stehempfang eingeladen.
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