Neue Heimat für die Sparkasse

Symbolisch übergab Bürgermeister Armin Schärtl (Dritter von links) den Schlüssel für das "Hotel Post" an Sparkassen-Vorstand Wilfried Bühner (Dritter von rechts). Mit im Bild (von links) Gebietsdirektor Günter Süß, Verwaltungsleiter Hans Sorgenfrei, Zweiter Bürgermeister Kurt Koppmann, Dritte Bürgermeisterin Heidi Eckl und Markus Viehauser, Geschäftsführer der Immobilien-Entwicklungsgesellschaft. Bilder: Tietz (3)
Lokales
Nabburg
27.03.2015
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Die Sparkasse zieht um: Die Bank kauft das Areal des ehemaligen "Hotel Post" an der Regensburger Straße. Sie wird dort eine neue Geschäftsstelle bauen und damit einen jahrelangen Leerstand beseitigen. Für das jetzige Sparkassen-Gebäude ist schon eine Nachfolgenutzung ins Auge gefasst.

Bereits im Dezember hat die Immobilien-Entwicklungsgesellschaft der Sparkasse die Fläche des ehemaligen Hotels aus Privatbesitz gekauft, vorgestern gab der Verwaltungsrat der Bank grünes Licht für einen Erwerb durch die Sparkasse (wir berichteten). Wie Vorstandsmitglied Wilfried Bühner bei einer Pressekonferenz gestern im Rathaus sagte, hat sich das Finanzinstitut seit einiger Zeit nach einer Alternative zum jetzigen Standort umgesehen.

Großer Sanierungsbedarf

Die Gründe: Am jetzigen Gebäude - sowohl dem mit Friseur und Hebammenpraxis vermieteten und teilweise leerstehenden Altbau, als auch dem Haus aus den 70er Jahren - wären in absehbarer Zeit grundlegende Renovierungen angestanden. Außerdem sei die jetzige Sparkassen-Heimat für den Bedarf der Bank viel zu groß. "Wenn wir den jetzigen Standort sanieren, müssten wir deutlich mehr Geld in die Hand nehmen, als wir für unsere Zwecke eigentlich brauchen", legte Bühner dar. Deshalb habe die Sparkasse auf der Suche nach Alternativstandorten Gespräche mit der Stadt geführt und schließlich das ehemalige Hotel-Areal ins Auge gefasst. Den jetzigen Sparkassen-Standort würde im Gegenzug die Stadt kaufen - einschließlich der Parkplätze in der Seilergasse. Für das Grundstück an der Bachgasse, auf dem derzeit die Parkplätze der Bank sind, hat die Sparkasse der Kommune eine Kaufoption eingeräumt.

Bürgermeister Armin Schärtl freute sich über diese Entwicklung: Mit der Sparkasse sei ein potenter Investor gefunden worden, der damit Verantwortung gegenüber der Stadt und seinen Bürgern wahrnehme. Der Kommune wird es außerdem mittelfristig möglich sein, einen Teil des Areals des ehemaligen Hotels zu kaufen und somit das Nadelöhr "Mittelschulstraße" aufzuweiten. Schärtl sprach von einer "grandiosen städtebaulichen Aufwertung" und einer "Initialzündung für das neue Sanierungsgebiet 'Unterstadt'".

Für Existenzgründer

Was plant die Stadt mit dem derzeitigen Sparkassen-Gebäude? Wie das Stadtoberhaupt ausführte, gebe es Büroräume im zweiten Obergeschoss, die sofort an ein interessiertes Nabburger Unternehmen vermietet werden könnten. Nach dem Umzug der Sparkasse bestünde in dem Gebäude die Möglichkeit, mit Fördergeldern ein kleines Existenzgründerzentrum aufzubauen. Eine Notwendigkeit dafür ist laut Bürgermeister durchaus gegeben: Es gebe im Rathaus immer wieder Anfragen von Gründern, die für ihr Vorhaben nach Büroräumen suchten. Nachdem das Geschäft zu einem für die Kommune erträglichen Preis abgewickelt worden sei, seien auch die anstehenden Sanierungs- und Unterhaltungsmaßnahmen für die Stadt zu schultern.

Der Abriss des ehemaligen "Hotel Post" könnte laut Sparkassen-Vorstand Bühner eventuell noch vor dem Sommer über die Bühne gehen. Wenn die weiteren Planungen zügig voranschreiten, wäre ein Baubeginn vielleicht noch in diesem Jahr möglich. Bühner betonte, dass die neue Sparkassen-Heimat eine Kopf-Geschäftsstelle bleibe: Auch wenn sie verkleinert werde, decke die Sparkasse dort weiterhin alle Kundenbereiche ab.
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