Neuer Fördertopf als Chance

Konrektor Michael Chwatal führte die Räte durch das Schulgebäude - hier ist das Lehrerzimmer zu sehen - und zeigte auf, wo die größten Probleme herrschen.
Lokales
Nabburg
05.11.2015
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Eine Generalsanierung der Grund- und Mittelschule würde etwa sechs Millionen Euro kosten. Trotz dieser hohen Summe wollen die Stadträte der Maßnahme grundsätzlich näher treten. Denn besonders für die energetische Sanierung der Gebäude stehen hohe Fördersummen im Raum.

Bevor der Stadtrat am Dienstag im Sitzungssaal zusammentrat, traf sich das Gremium auf dem Gelände der Grund- und Mittelschule. Dort führte Konrektor Michael Chwatal die Räte durch das Schulgebäude und zeigte ihnen, wo der bauliche Schuh drückt. Kurz gesagt: Die Schule, an der derzeit 171 Grund- und 174 Mittelschüler unterrichtet werden, ist sanierungsbedürftig.

Das fing bei den Außenanlagen mit kaputten Treppen an und ging bis zum Sportplatz, der in großen Teilen ebenfalls erneuerungsbedürftig ist. Über den beschädigten Marmorboden im Eingangsbereich, nötige Umbaumaßnahmen in den Räumen der Mittagsbetreuung oder die energetisch unwirtschaftlichen großen Glasflächen an der Außenfassade ging es in die Klassenzimmer. Hier seien laut Chwatal vor allem die alten Fenster und Böden im Fokus.

Einig waren sich die Räte bei der Sitzung, dass im Bereich der Schule etwas getan werden muss. Die Kosten für eine Generalsanierung bezifferte Verwaltungsleiter Hans Sorgenfrei auf etwa sechs Millionen Euro. Allerdings kann die Stadt auf satte Zuschüsse hoffen. Das Kommunal-Investitionsprogramm fördert die energetische Sanierung von Gebäuden mit bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten. Bei der Sanierung der Bausubstanz gäbe es Zuschüsse in Höhe von bis zu 60 Prozent aus FAG-Mitteln. Bürgermeister Armin Schärtl betonte, dass der Stadtrat zu diesem Zeitpunkt noch nicht über die Generalsanierung an sich entscheiden müsse. Es gehe nun darum zu erklären, diese Maßnahme ins Auge zu fassen, damit die Kommune einen Antrag auf Zuschüsse aus dem Kommunal-Investitionsprogramm stellen und abwarten kann, ob sie dort überhaupt zum Zug kommt.

"Der richtige Weg"

SPD-Stadträtin Evi Thanheiser hatte eine klare Meinung: "So günstig werden wir nicht mehr fahren wie damit", sagte sie mit Blick auf die hohen Zuschüsse, die das Kommunal-Investitionsprogramm bietet. Zustimmung gab es auch aus den Reihen der CSU: Deren Fraktionssprecher Hans-Georg Dobler erinnerte daran, dass die Christsozialen bereits seit einem Jahr eine Besichtigung der Schule gefordert hätten. Eine Sanierung sei angesichts eines Fördersatzes von bis zu 90 Prozent der richtige Weg. Altbürgermeister Josef Fischer (ABU) fragte nach, ob es möglich wäre, zunächst nur die Mittelschule zu sanieren, oder ob das gesamte Areal zum Zuge kommen müsste. "Dass die Mittelschule einer Sanierung bedarf, haben wir gesehen", betonte Fischer. Er hatte aber Bedenken, ob die trotz Förderung bei der Stadt verbleibende Summe in zwei Jahren zu schultern sein wird. Die Maßnahme müsste nämlich laut Förderprogramm spätestens bis zum 31. Dezember 2018 komplett abgeschlossen sein. Bürgermeister Schärtl entgegnete, dass wohl beide Varianten - also eine Generalsanierung der gesamten Schule sowie eine teilweise Erneuerung - möglich wären. Einstimmig beschloss der Stadtrat, der Sanierung insoweit näher zu treten, als dass sich die Stadt mit der Maßnahme auf jeden Fall am Wettbewerb zur Förderung nach dem Kommunal-Investitionsprogramm beteiligt.
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