Neujahrskonzert der Jugendblaskapelle
Musik-Feuerwerk zum Jahresstart

Beachtliches Können zeigte das Nachwuchsorchester mit Dirigent Stefan Neger bei seinem Auftritt. Bild: bph
Lokales
Nabburg
05.01.2015
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"Musik ist unsere Stärke" lautet das Motto der Jugendblaskapelle. Dass dies keine leeren Worte sind, bewies das 90-köpfige Ensemble bei seiner Reise durch die facettenreiche Welt der Blasmusik.

Unter der Regie von Dirigent Markus Ferstl begann das Neujahrskonzert in der voll besetzten Nordgauhalle mit der Eröffnungsmusik von Richard Strauß "Festmusik der Stadt Wien". Besonders dabei für Nabburg: Franz Strauss, der Vater von Richard Strauß, hat beim damaligen Türmer das Instrument Waldhorn gelernt und war dann einer der besten seiner Zeit.

Markus Koppmann machte seine ersten Schritte zum Diplommusiker in der Nabburger Jugendblaskapelle. Beim Solowerk "Pantomime" von Philip Sparke zeigte er sein Können auf dem Euphonium. Meisterlich ging es mit der symphonischen Dichtung "Jubilee Overture" des gleichen Komponisten weiter. Die ineinander fließenden Tempi und Rhythmen beherrschte das Orchester ebenso gut wie die häufigen Taktwechsel.

Schwungvoll in die Pause

Erlebbar war in der Folge die Entstehung der Kontinente in sechs Klangbildern mit Gesang bei "At the break of Gondwana" von Benjamin Yeo. Bei der Präsentation stellten die Akteure erneut gefühlvoll, feinsinnig und ausdrucksstark ihre Notenfestigkeit unter Beweis. Ihrem Gedankenspiel freien Lauf lassen konnten die Zuhörer bei "Freiheit". Bezug bei der Komposition nahm Kurt Gäble zum Tiroler Freiheitskampf und dem Fall der innerdeutschen Mauer. Der Konzertmarsch "Carpe Diem" von Alexander Pfluger geleitete schwungvoll in die wohl verdiente Pause für Musiker und Zuhörer.

Im Anschluss überzeugte das Nachwuchsorchester unter Leitung von Stefan Neger. Bei den Landschaftsimpressionen "Ammerland" (Jacob de Haan) stellte sich schnell heraus, dass es in seiner vierjährigen Ausbildung nun auf einem guten Weg in Richtung großes Konzertorchester ist. Mit gleichem Elan intonierten die 24 Jungmusiker das vierteilige "Wickie-Medley" von Stefano Conte.

Einen phänomenalen Zusammenklang erlebten die Zuhörer beim Vortrag der "Spatzen-Polka" von Alexander Pfluger. Mit Bravour meisterten Melanie Ferstl (Es-Klarinette) und Doris Hannewald-Zweck (B-Klarinette) ihren Solopart. Impressionen, Traditionen und Visionen aus der Alpenwelt vermittelten die Bläser bei dem Tongemälde "Klang der Alpen" von Kurt Gäble.

Songs von Elton John

Das unterhaltsame Medley mit den Titeln "Nikita, Blue Eyes und Don't go Breaking my Heart" arrangiert von Don Campbell zu "Elton John in Concert" erinnerte an den exzentrischen Engländer, einen Ausnahmekünstler in der Welt der Popmusik. Der volkstümliche Marsch "Jubilant" aus der Feder von Antonin Ulrich rundete den gelungenen Konzertabend ab. Durch das Programm hatten Antonia Giehrl und Melanie Ferstl als Moderatorinnen geführt.

Den langanhaltenden frenetischen Beifall belohnte das Gesamtorchester mit den Zugaben "Das kleine Pferdchen" (Polka von Gerald Servit) und der heimlichen Hymne des Vereins, dem "Rainer-Marsch" mit Gesang. Für Vorsitzenden Joseph Ferstl steht schon heute fest: Am 2. Januar 2016 wird es eine weitere Auflage des Neujahrskonzertes geben.
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