"Niklas" kippt und knickt

Gleich mehrere stärkere Fichten hatte der Sturm am Johannisberg bei Oberviechtach geknickt. Sie fielen teilweise auf eine gemauerte Garage. Bild: frd
Lokales
Nabburg
31.03.2015
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Das Sturmtief "Niklas" hinterließ gestern auch im Landkreis seine Spuren. Auf der Autobahn bei Pfreimd brachte es einen Lkw-Anhänger zum Kippen, vielerorts spielte es mit Bäumen "Mikado".

(am/ptr/cv/my/bkf/frd) Eine Sturmböe erfasste am Dienstag gegen 11.15 Uhr einen Lastwagen, der auf der A 93 in Richtung Weiden unterwegs war. Der einachsige Anhänger kippte kurz vor Pfreimd seitlich weg und landete auf der rechten Leitplanke. Der 50-jährige Fahrer blieb unverletzt. Die Feuerwehr musste den Anhänger absichern, damit er nicht die angrenzende Böschung hinunter stürzen konnte. Sie durchtrennte die Leitplanke, um ihn wieder aufrichten und anschließend rückwärts zum nahe gelegenen Parkplatz lotsen zu können. Die Autobahn musste unterdessen für knapp eine Stunde in Fahrtrichtung Norden gesperrt, der Verkehr in Nabburg ausgeleitet werden. Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf 20 000 Euro. Komplikationen gab es auf der Umleitungsstrecke. Denn zeitgleich waren auf der Perschener Straße in Nabburg vier große Fichten dem Sturm zum Opfer gefallen. Sie bildeten ein Verkehrshindernis, bis sie die Neusather Feuerwehr beseitigt hatte. Kurzzeitig mussten die Fahrzeuge auf dem Weg von und nach Nabburg deshalb durch die Perschener Siedlung geleitet werden.

Wer im Landkreis-Osten auf dem Weg von der B 22 zum Johannisberg fahren wollte, musste wieder umdrehen, denn da lagen nacheinander auf 100 Metern Länge auch vier stärkere Fichten quer über der Fahrbahn. Sie waren vom heftigen Wind nicht entwurzelt, sondern abgebrochen worden. Noch dicker kam es direkt auf dem Johannisberg bei der Ortseinfahrt von Eigelsberg her. Dort waren in einem Anwesen vier kräftige Fichten gebrochen und auf das Dach einer gemauerten Garage gefallen. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Oberviechtach und Eigelsberg machten die Straßen wieder frei. Um den Schaden an der Garage abzuschätzen, müssen Gutachter kommen.

"Mikado" spielte der Sturm um die Mittagszeit im Stadtgebiet von Oberviechtach. Im Fichtenbühl knickten mehrere hohe Fichtenstämme um und stapelten sich in den Gärten von zwei Nachbarn. Unterhalb des Spielplatzes in der Kreissiedlung entwurzelte er eine mächtige Weide.

Die Fischbacher Feuerwehr beseitigte gegen 13.30 Uhr mehrere Bäume, die auf die Kreisstraße fielen. Dabei wurden die Aktiven auf einen Pkw aufmerksam, der bei Haiderhöf etwa 100 Meter im Wald auf einem Weg stand. Ein umstürzender Baum hatte ihn getroffen. Der Schaden dürfte erheblich sein. Glücklicherweise befand sich der Fahrer zu diesem Zeitpunkt nicht in seinem Auto. Er hatte offenbar eine Pause zum Austreten eingelegt. Auf der B 15 bei Schwandorf beschädigte ein umstürzender Baum einen Wagen - Verletzte gab es auch hier nicht.

Um 15.45 Uhr musste in Nittenau die Feuerwehr mit der Drehleiter ausrücken. Am Vogelherd war ein Baum in eine Stromleitung gefallen. Daraufhin waren die Stadtviertel am Regen vorübergehend stromlos. Auch in St. Hubertus, zwischen Nittenau und Bruck gelegen, wurde der Strom unterbrochen, nachdem Bäume eine Leitung gerissen hatten.
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