Nur Solidarität hilft weiter

Lokales
Nabburg
10.10.2015
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Der Bildung soll auf dem gesamten Globus Priorität eingeräumt werden. Doch auch soziales Handeln ist nötig, und die Menschenwürde gilt für alle.

"Die Lösung der sozialen Frage ist ein Grundanliegen in der Menschheitsgeschichte. Das 21. Jahrhundert steht vor außergewöhnlichen Aufgaben und die sind nur in Solidarität zu bewältigen." Dionys Ringlstetter sprach einleitende Worte zum Vortrag von Franz Spichtinger beim Katholischen Männerverein. Das Thema lautete: "Soziale Frage in weltweiten Zusammenhängen".

Die Menschen stünden vor einem gigantischen Verteilungskampf. Da die Fakten oft undurchschaubar wären, müsse jede Generation sich neu mit vielfältigen Tatsachen, Problemen und Fragen auseinandersetzen. Mitgestaltung setze Wissen voraus. Deswegen gehöre der Bildung auf dem gesamten Globus Priorität. "Christen stehen mittendrin und nehmen Globalisierung kritisch in den Blick." Ihre politische Perspektive ginge zurück auf die christliche Wertebasis. Wahre Frömmigkeit mache hellwach für Not, Ungerechtigkeit und Unfrieden.

Ein Wettbewerb zwischen Industrieländern und neuen Mitspielern - Schwellenländer und Länder der Dritten und Vierten Welt - veränderten die politischen Bedingungen. "Das 21. Jahrhundert wird sich mit den Ansprüchen der Armen politisch und rechtlich auseinander zu setzen haben." Die Sorge in der Sahelzone um die Schüssel Hirsebrei dreimal am Tag sei eine andere als die Frage nach dem nächsten Urlaub. 85 Prozent des Welteinkommens lägen bei 15 Prozent der Bevölkerung. Für die soziale Frage seien die Menschenrechte das Beste, was der Westen erreicht habe. Die revolutionäre Losung "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" gelte in vielen Ländern nicht. Menschenwürde käme allen zu, hänge nicht von der Leistung ab und könne nicht verloren gehen.
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