Ökumenisches Zentrum

Das evangelische Gemeindehaus wird an das Schreiner-Anwesen angebaut. Es vervollständigt das spirituelle Dreieck Pfarr- und Spitalkirche. Bild: Held
Lokales
Nabburg
10.04.2015
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In der Altstadt wird Ökumene bald sichtbar gelebt. Die evangelische Kirchengemeinde macht ernst und baut ab Herbst ihr Gemeindehaus in der Nachbarschaft zu Pfarr- und Spitalkirche - endlich.

Dieses Wort nimmt auch Pfarrerin Irene Friedrich in den Mund, denn seit Jahren braucht und will die Kirchengemeinde einen neuen Treffpunkt. Friedrich ist gespannt auf das neue Zuhause für die Gemeindemitglieder. "Es ist ein kleines Gebäude für unsere kleine Gemeinde", sagt sie auf NT-Anfrage.

Im Erdgeschoss wird ein Gemeindesaal für 60 bis 100 Personen entstehen, dazu eine Küche. Im ersten Stock findet in einem weiteren Gemeinderaum vor allem die Jugend Platz. Im zweiten Stock, unterm Dach, wird in zwei Räumen das Pfarramt untergebracht. Toiletten im Keller sowie Lager- und Abstellräume sind ebenfalls vorgesehen.

Der Rohbau wird in einem zweischaligen Betonbauverfahren hochgezogen. Nach außen hin erhält das Gebäude einen Sandsteincharakter. "Die Fassade passt gut zur Umgebung", ist sich die Pfarrerin sicher. Gedeckt wird das Satteldach mit Biberschwanz-Ziegeln. Durch große Fenstertüren im Gemeindesaal vermittle der neue Bau "ein Stück Offenheit". Friedrich spricht auch von "viel ökumenischer Nähe. Ich hoffe, die wird sehr positiv wirken."

Die Maßnahme wird zügig umgesetzt. Im September soll die Bodenplatte betoniert werden. Nach dem Zeitplan steht im nächsten Frühjahr bereits der Rohbau, "aber das ist wetterabhängig". Um die Kosten wurde lange gefeilscht und an den Kosten auch gefeilt. "Wir geben uns aller allergrößte Mühe unter einer Million Euro zu bleiben", verspricht die Pfarrerin und weiß gleichzeitig, "aber das ist sehr knapp". Der Bauausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung im Rathaus mit Freude das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Nach Angaben von Bürgermeister Armin Schärtl liegt die denkmalrechtliche Erlaubnis vor. Von den geforderten vier Stellplätzen werden drei abgelöst.
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